Projekt "Ausstellungs- und Fahrzeughalle"

PK 3/05

Baustatus

Ab der zweiten April-Woche erwachte die Baustelle der "Ausstellungs- und Fahrzeughalle" langsam wieder aus dem Winterschlaf. Der Zustand vor dem gleisseitigen Portal läßt aber den notwendigen Arbeitsumfang am Gleisbereich erahnen. Während direkt nach Ostern ein paar Vereinsmitglieder noch ziemlich allein im Gleisbereich und im Hallengebäude mit verschiedenen Arbeiten begannen, waren ab 18. April dann auch die Tiefbauer der BAS GmbH sowie die Gleisbauer der SERSA GmbH vor Ort und setzten die Arbeiten aufgrund des Schnees abgebrochenen Arbeitsstand fort.

Im Gleisbereich erfolgte zunächst die endgültige Nivellierung der Gleise, das Nachstopfen und Nachschottern an den erforderlichen Stellen, die Fertigstellung der Profilierung von Bahndamm und Schotterkante der neuen Anschlußbahn sowie die Montage der Umstellgewichte der Weichen 2 und 3 der Anschlußbahn. Zwischen den Gleisen 1 und 2 sowie 2 und 3 vor dem Hallenportal wurde mit Randwegmaterial der erforderliche Rangierweg ausgebildet und danach entlang des Gleises 3 bis zur Weiche 2 eine Bordsteinkante aufgebaut, während parallel dazu die "Gleispolizisten" als Begrenzung der zur Fahrzeugabstellung nutzbaren Gleislänge eingesetzt wurden.

Danach wurde auch der Randweg entlang der Böschung mit dem entsprechenden Material vom Portal der Fahrzeughalle bis zur Anschlußweiche (Weiche 1) aufgeschüttet und befestigt. Für diese Arbeiten kamen das Nebenfahrzeug III (Schwellenwechsler) samt zugehörigem SKL-Anhänger für den Materialtransport und -einbau zu umfangreicheren Einsätzen, die durch Vereinsmitglieder abgedeckt wurden. Gleichzeitig wurde bei diesen Arbeiten auch das Kabel für die Gleisfeldbeleuchtung verlegt, daß in den folgenden Tagen bis Anfang Mai an den drei 12-Meter-Masten der Gleisfeldbeleuchtung angeschlossen wurde. Ein erster Beleuchtungstest am Freitag vor Pfingsten ergab ein ausreichend ausgeleuchtetes Gleisfeld zwischen Anschlußweiche und Fahrzeughalle, so daß auch bei Nacht ein sicheres Rangieren möglich ist.

Als letzte Arbeiten an den Gleisen fand in der Woche vor Pfingsten das Verschweißen der Schienenstöße auf der Anschlußbahn statt. Direkt vor dem gleisseitigen Portal der Fahrzeughalle wurde durch die Fa. BAS GmbH & Co. KG Hoch- und Tiefbau, Scheibenberg ein Streifen von knapp zwei Metern Breite gepflastert, um vor den Toren einen befestigten Bereich herzustellen. Mit diesem Pflasterstreifen erfolgt damit der Übergang vom Schotterbereich der Gleisanlage zum Hallenfußboden auf Höhe Schienenoberkante. Unterhalb der Traufkante an der Hallenstirnseite wurde für die Flächenentwässerung in ganzer Hallenbreite eine Entwässerungskastenrinne eingebaut. Der Abschluß der gepflasterten Fläche zum Schwarzwasser wird künftig noch durch eine Fußgängertreppe/-rampe ergänzt, um langfristig über diese auf kürzerem Wege zur Lagerhalle auf der gegenüberliegenden Seite des Schwarzwassers zu gelangen und ggf. auch einmal mit Transportwagen oder Handwagen Material zwischen Fahrzeug- und Lagerhalle bewegen zu können.

In der Fahrzeughalle waren im April und Mai nur noch abschließende Arbeiten an der Elektroanlage, der Abdeckung der Kabelpritschen und der Installation der Außenleuchten über den drei Toren der Gleise sowie der Heizungsisolation auszuführen, so daß bereits in der Woche vor Pfingsten mit dem "Großreinemachen" in allen Räumen begonnen werden konnte, nachdem auch die Farbarbeiten an den Türzargen und Türflächen im Mehrzweckgebäude sowie an den vier kleinen Außentüren der Fahrzeughalle abgeschlossen waren. Insbesondere dem feinen Staub, der durch die zahlreichen Gewerke beim Bohren, Schleifen, Sägen etc. entstanden ist und sich auf dem Fußboden aber auch auf den Lampen, Deckenstrahlplat-ten und Stahlträgern abgelagert hatte, wurde mit Staubsauger, Kärcher-Gerät und Spritzschlauch sowie Reinigungsmittel zu Leibe gerückt.

Die ursprünglich für Anfang Mai vorgesehenen Arbeiten an der Beton-Fußbodenplatte mit Schleif- und Schneidarbeiten, Rißsanierung sowie der Verfüllung der Fußbodenfugen wurde in Abstimmung mit der Baufirma auf Juli verschoben, somit sind die Fugenschnitte und die im Schwindungsprozeß des Betons entstandenen Risse vorerst noch nicht verschlossen.

Auch die Außenanlagengestaltung wurde Anfang Mai durch die Fa. BAS fortgesetzt. Die Böschung des Hanges oberhalb der Fahrzeughalle wurde dabei mit Mutterboden abgedeckt, entsprechend das Gelände profiliert und Grassamen angesät. Dieses Gelände soll in den nächsten Wochen schrittweise mit Baumgruppen bepflanzt werden, um sowohl etwas Grün in das Umfeld der Fahrzeughalle zu bekommen als auch im Winter einen besseren Schutz vor starker Verwehung in dem Hangbereich zu erzielen. Auch der Sockelbereich der hangseitigen Wand von Fahrzeughalle und Mehrzweckgebäude erhielt eine Schicht Mutterboden, der mit Grassamen bestreut wurde, sowie teilweise eine Kante aus Randwegmaterial (Mineralgemisch). Erst nach Redaktionsschluß, aber wahrscheinlich noch vor der Auslieferung dieser Ausgabe werden durch den Stahlbaubetrieb (Sachsenbrunner Stahl- und Metallbau GmbH) die Treppen an den Notausgängen direkt am Paschweg montiert. Dafür wurden in der Woche vor Pfingsten die Streifenfundamente der jeweiligen Auflagepunkte fertig betoniert. Am 20. Mai 2005 fand nochmals eine Abnahmerunde mit Vertretern verschiedener einzubeziehender Behörden statt.

Offene Leistungen

Trotz aller Bemühungen, das Bauvorhaben und alle Leistungen bis zur Einweihungsfeier abzuschließen, werden einige Aufgaben auch danach für eine permanente Betreuung des Objektes sorgen. Nach der Einweihungsfeier erhalten die Notausgangstüren noch eine Holzverkleidung mit kleinem Vordach, voraussichtlich im Juli erfolgt die Endbearbeitung der Fußbodenfugen in der Fahrzeughalle. Weiter Arbeiten folgen jedoch unweigerlich - hier unterscheidet sich diese "große Garage" kaum vom häuslichen Objekt des Häuslebauers. Eine ganze Menge Ideen und Wünsche haben wir natürlich für die "Ausstellungs- und Fahrzeughalle" noch auf Lager, jedoch werden diese nur bei verfügbaren Mitteln schrittweise zu realisieren sein. Der Verein baut dafür natürlich auf die Unterstützung seiner Mitglieder und Freunde. Mit der Einweihungsfeier vom 3. bis zum 5. Juni 2005, über die wir im nächsten Heft berichten, ist das Bauvorhaben und damit auch die regelmäßige Berichterstattung über den Baufortschritt abgeschlossen.

Jörg Müller


PK 2/05

Baustatus

Mitte April jährt sich der Baustart für die „Ausstellungs- und Fahrzeughalle“ bereits das erste Mal. Wie geplant, konnten aber bereits in diesem Winter Fahrzeuge der Preßnitztalbahn „unterm Dach“ vor den Witterungseinflüssen geschützt untergestellt werden. Bis Ende Januar wurden die Arbeiten durch die beauftragten Firmen weitergeführt - soweit es aufgrund der Temperaturen und Außenbedingungen möglich war. Während dieser Zeit war für das Unterstellen der Wagen auch nur ein eingeschränkter Platz verfügbar, insbesondere die Arbeiten zur Montage der Deckenstrahlplatten an der Hallendecke erforderten mehrfach operative Rangierarbeiten. Vorsicht war natürlich zuallererst bei den Schweißarbeiten an Leitungen und Heizungsplatten notwendig, um keine Gefahr für die bereits im Gebäude befindlichen Fahrzeuge zu provozieren.

In Eigenregie des Vereins wurden währenddessen die seit Dezember laufenden Maler- und Tapezierarbeiten fortgesetzt. Dabei erhielten die Stahltürzargen, soweit nicht bereits im Auftragsumfang der Stahlbaufirma enthalten, nach der notwendigen Untergrundbehandlung einen Anstrich in Anthrazitgrau, während die Innenwände des Mehrzweckgebäudes nach Aufbringen von Glasfasertapete weiß gestrichen wurden. Der Fahrzeugstand im Mehrzweckgebäude wurde nach erfolgter Montage der noch fehlenden beiden Deckenleuchten mittels Hubbühne und Arbeitsgerüst, welches freundlicherweise durch die Firma Heizungsbau Hunger zur Mitnutzung bereitgestellt wurde, ebenfalls geweißt. Zum Abschluß der „Farbgebung“ erhielt die verputzte Stirnwand des Mehrzweckgebäudes zur Fahrzeughalle hin einen hellgrauen Farbanstrich. Diese Arbeiten konnten bis Ende März abgeschlossen werden.

Wie bereits im letzten Baustatusbericht kurz erwähnt, wurde Ende Januar im Obergeschoß des Mehrzweckgebäudes der Raum für das Archiv der IG Preßnitztalbahn e. V. mit geeigneten Regal- und Schrankreihen bestückt und bereits mit einem Teil des Archivbestandes mit den bereits ein paar Jahre auswärts bei Ursula Meyer in Frohnau gelagerten Archivboxen befüllt. Vielen Dank an dieser Stelle für die Bereitstellung von Platz und Zeit für Lagerung und Systematisierung der historischen Unterlagen aus der Sammlung der Preßnitztalbahn. In den nächsten Wochen sollen schrittweise auch die an anderen Stellen zwischengelagerten Unterlagen wieder hier zusammengeführt werden, da sich hier mit Regalen und Planeischränken endlich ordentliche Lagerbedingungen ergeben.

Nach den Winterdampf-Fahrtagen Mitte Februar wurden alle Arbeiten der beauftragten Firmen in der Fahrzeughalle bis Ende März unterbrochen, um alle Gleise für die witterungsgeschützte Abstellung der Fahrzeuge nutzen zu können. Für Probleme sorgte die lang anhaltende Schneewetterlage im Februar und März - nach mehreren Wochen regelmäßiger Schneefälle waren die Schneemassen auf dem Dach und auf dem parallel zur Fahrzeughalle verlaufenden Paschweg so dermaßen angewachsen, daß herunterrutschender Schnee zeitweilig die Passage der Straße behinderte und nur durch manuellen Großeinsatz der Preßnitztalbahn hier wieder ein Durchkommen möglich wurde. Ähnlich wie in diesem Winter sehr zahlreich auch an anderen Gebäuden in Jöhstadt, wurden durch die Schneemassen auf dem Dach bei Mehrzweckgebäude und Fahrzeughalle die Dachrinne und der Blitzschutz teilweise in Mitleidenschaft gezogen. Diese Schäden sollen nun im Laufe des April wieder behoben werden.

Anfang April erfolgten mit einigen Baufirmen die Abstimmungen zum Abschluß der teils noch offenen Arbeiten sowie der o. g. Schadensbehebung. Für den Vorstand steht die Zielstellung, bis Ende April sowohl die bisher beauftragten Arbeiten im Gebäudekomplex und an den Außenanlagen abzuschließen. In der ersten Maiwoche sollen dann auch die Arbeiten am Hallenfußboden mit dem Verschließen der nach dem Betonieren eingebrachten Fugenschnitte abgeschlossen werden. Diese Arbeiten sollten frühestens sechs Monate nach der Betonage erfolgen - aufgrund der anstehenden Pfingstfeiertage sowie der Vorbereitungen zur Halleneröffnung ist dies daher der letztmögliche Termin.

Aufgrund der durch die Stadt Jöhstadt beauftragten Leistungen für die Verlegung der Abwasser- und Regenwasserleitungen im Bereich der Schlösselstraße und der Zufahrt zur Fahrzeug- und Ausstellungshalle sowie der ebenfalls im Frühjahr beginnenden Arbeiten an der Ufermauer des Schwarzwassers parallel zur Fahrzeughalle im Auftrage der Landestalsperrenverwaltung werden auch weiterhin nicht alle gestalterischen Anforderungen im Umfeld des Neubaus zu erfüllen sein und gelegentlich auch Behinderungen durch diese Bautätigkeiten auftreten.

Finanzstatus

Das gesamte Bauvorhaben, insbesondere die durch die Stahlpreisexplosion entstandenen Kostensteigerungen, haben den Verein im Jahre 2004 stark in Anspruch genommen. Auch für das Jahr 2005 bestehen daraus noch weitere Verpflichtungen, die den Spielraum, aus dem Vereinshaushalt weitere Projekte zu finanzieren, einschränken. Da durch das Vorhaben im vergangenen Jahr einige andere wichtige Aufgaben an Fahrzeugen und Strecke bereits zurückgestellt wurden, hat der Vorstand beschlossen, zunächst keine weiteren Ausgaben für die Ausstattung der Räumlichkeiten (Werkstatt, Lager, Arbeitsplätze im Fahrzeugstand) zu tätigen. Dies wird dann sicherlich schrittweise in den kommenden Jahren erfolgen.

Da sich bereits zahlreiche Freunde und Vereinsmitglieder der Preßnitztalbahn mit dem Ansinnen einer direkten Beteiligung für die „Innenausgestaltung“ gemeldet haben, wird der Vorstand in den nächsten Wochen eine „Wunschliste“ zusammenstellen, die ggf. bei vorhandenen Investitionsmitteln oder vielleicht auch als „Präsent“ zur „Einweihungsfeier“ schrittweise abgearbeitet werden kann. Anstelle von Blumen zur Eröffnungsfeier würde sich der Vorstand übrigens sehr über etwas „dauerhafteres“ freuen - ein Teil des Berghanges oberhalb der Fahrzeughalle soll mit erzgebirgstypischen Baumarten bepflanzt werden... [Wir werden diese Ideen in den kommenden Wochen auf unseren Internet-Seiten zum Projekt unter weiter präzisieren.]

Jörg Müller


PK 1/05

Baustatus

Der Bericht im vorigen PK (Ausgabe 6/2004) endete mit dem Hinweis auf den Abbau des Gerüstes an der Außenfront. Doch damit waren die Arbeiten natürlich noch lange nicht beendet. Da sich das Außengelände bis zum 17. Dezember noch weitestgehend schneefrei zeigte, konnte zunächst an den Außenanlagen weitergearbeitet werden. Nachdem durch die Tiefbauer der BAS Scheibenberg die Drainage und die Entwässerungsleitungen verlegt wurden, konnte vor dem südlichen Hallenportal endlich auch das Schotterplanum aufgezogen und die Gleisanbindung an die drei Hallengleise vervollständigt werden.

Am 22. Dezember konnte die Gleisanlage durch die bauausführende Firma SERSA an die Aufsichtsbehörde als fertiggestellt gemeldet werden. Parallel dazu wurde der Hang oberhalb der Fahrzeughalle mit einem großen Bagger profiliert und der Sockel der Fahrzeughalle verfüllt. Im Giebelbereich des Mehrzweckgebäudes wurde die Regenwasserentwässerung fertiggestellt, nachdem zuvor die Rohrverlegearbeiten für die Abwasserpumpstation der Stadt Jöhstadt im ersten Bauabschnitt abgeschlossen wurden. Danach wurden nach dem Aufbau der Winkelelemente an der nördlichen Einfahrt zur Fahrzeughalle die Außenarbeiten kurz vor Weihnachten schneebedingt abgebrochen.

Währenddessen wurde aber im Inneren der Fahrzeughalle weiter gearbeitet. Durch eine Spezialfirma wurde Mitte Dezember eine Beschichtung für die große Arbeitsgrube aufgetragen. Dafür war ein Abschleifen der Betonoberfläche, das Aufbringen von Grundierungsharz und der ersten Beschichtungsebene, das Einstreuen von Quarzsand sowie abschließend der Deckbeschichtung erforderlich. Um die Arbeiten überhaupt qualitätsgerecht realisieren zu können, da im Freien auch tagsüber Temperaturen um die minus 10 Grad herrschten, mußte die Fahrzeughalle mit zwei mobilen Heizlüftern auf die notwendige Innentemperatur gebracht werden. Die Beschichtung, die ursprünglich nicht vorgesehen war, machte sich erforderlich, um aufgetretene Risse und Abplatzungen in der Betonwanne zu beheben. Dadurch bietet die Arbeitsgrube aber jetzt auch eine optisch einwandfreie Oberfläche.

Natürlich erfolgten auch im Mehrzweckgebäude weitere Arbeiten. In den Sanitärräumen wurde durch den Verein mit Malerarbeiten begonnen, um die Installationsarbeiten der Sanitäranlagen kurzfristig abschließen zu können. In der Woche vor Weihnachten konnten dann die Toiletten in der Fahrzeughalle durch die Firma Heizungsbau Hunger fertig gemeldet werden. Durch Handwerker der Firma „DIETEL-Bauelemente“ wurde die Treppe zum Obergeschoß des Mehrzweckgebäudes mit einem attraktiven Geländer versehen.

Am 14. und 15. Dezember fanden an der Baustelle behördliche Vorabnahmen mit den Aufsichts- und Kontrollbehörden statt. Dabei wurden noch offene Punkte aufgenommen und die weiteren Termin- und Arbeitsabläufe bis zur endgültigen Bauabnahme abgesprochen. Nach den Weihnachtsfeiertagen wurde die Fahrzeughalle erstmals zur Abstellung von Loks und Wagen genutzt. Während zuvor bereits der Schienentransportwagen baubedingt als erstes Eisenbahnfahrzeug in die Halle gefahren wurde, hatte Dampflok 99 4511-4 die Ehre, als erste die Funktion der Fahrzeughalle „einzuweihen“. In den ersten Januartagen kamen dann auch noch drei Reisezugwagen in den Neubau.

Damit war zunächst der verfügbare Platz ausgereizt, denn im Januar sollten die Deckenstrahlplatten für die Heizung der Fahrzeughalle installiert werden, so daß Arbeitsplatz für Montage und die Hubbühnen benötigt wurde. Das Nebenfahrzeug III kam dabei zu besonderen Ehren als Montageunterstützung. Die Arbeiten an den Deckenstrahlplatten wurden vor allem dadurch kompliziert, daß die Montage der sechs Meter langen Elemente in rund sechs Metern Höhe nur durch gleichzeitiges Arbeiten mit zwei Hubbühnen möglich war.

In der letzten Januar-Woche wurden durch die Stahlbaufirma weitere Arbeiten am Geländer zur großen Arbeitsgrube, bei der Montage der Treppen in die Arbeitsgruben sowie zum Umbau des Tores zum Fahrzeugstand im Mehrzweckgebäude ausgeführt. Währenddessen erhielten schrittweise weitere Räume im Mehrzweckgebäude einen Farbanstrich, im künftigen Archivraum wurde der Fußboden verlegt und am letzten Januar-Wochenende auch die Regale für das Archiv der IG Preßnitztalbahn e. V. eingebaut. Im Außenbereich konnte in der ersten Januarhälfte bis zur Rückkehr des Winters weitergearbeitet werden. Zunächst wurde die Gabionenwand vor dem Mehrzweckgebäude fertiggestellt, dann erfolgte noch die Aufstellung der Winkelelemente zwischen Streckengleis und Hallen-Südgiebel, bis der Winter jegliche Außenarbeiten unmöglich machte.

Weitere Planung

Bis Anfang Februar sollen die Arbeiten in der Fahrzeughalle zunächst soweit abgeschlossen sein, daß während der kurzen Winterpause weitere Fahrzeuge untergestellt werden können. Danach gehen spätestens Anfang April die Restarbeiten im Umfeld sowie im Halleninneren weiter, so daß bis Ende Mai alle Leistungen abgeschlossen werden und auch die behördlichen Abnahmen erfolgt sein können.


PK 6/04

Baustatus

In der letzten September-Woche begannen die Gleisbauarbeiten an den Anschlußgleisen zur Fahrzeughalle mit dem Auftrennen des Streckengleises, dem Einbau der Anschlußweiche und der anschließenden Gleismontage bis zu den folgenden zwei Weichen, an denen die Aufgliederung der drei Hallengleise erfolgt. Nach mehreren Schotterfahrten sowie unter Einsatz der Stopfmaschine konnte das Gleis bis Mitte Oktober etwa 20 Meter vor das Hallenportal herangezogen werden. Um hier für Gerüste und Kranarbeiten sowie zur Materialbereitstellung genügend Platz zur Verfügung zu haben, wurde zunächst diese Gleislücke belassen. Hier erfolgt der Lückenschluß zu den drei Hallengleisen erst Mitte Dezember 2004.

Ab Mitte Oktober wurde die Fahrzeughalle schrittweise „dicht gemacht“. Zunächst wurden die Betonelemente entlang der hangseitigen Hallenfront und der Giebelseiten montiert, eine Woche später bekam die hangseitige Front die Sandwichwandelemente montiert. Daraufhin konnte die Montage der Trapezbleche für das Hallendach beginnen. Ende Oktober war das Hallengebäude bereits so weit abgedichtet, daß mit dem Auffüllen des Hallenfußbodens und dem Betonieren des Unterbaus für die Gleise begonnen werden konnte.

In der zweiten November-Woche konnte in der Fahrzeughalle dann der Aufbau des Gleises erfolgen. Dabei mußte höchste Genauigkeit beim Gleisaufbau und dem Einbau des Rillenschienenprofiles gewährleistet werden, da die Gleise in der Halle keinerlei Gefälle aufweisen dürfen.

Parallel dazu liefen natürlich auch die Arbeiten am Mehrzweckgebäude weiter. Nach dem Auftragen des Außenputzes mit Grund- und Deckputz erfolgte der Farbanstrich der Fassade in einem hellen Gelbton. Durch die Zimmerleute wurde eine Holzverkleidung an Teilen der Fassade fertiggestellt. Der Einbau der Fenster vervollständigte dann die Außenansicht. Im Inneren des Mehrzweckgebäudes gab es zeitweise regelrechtes Gedränge, wenn mehrere Gewerke gleichzeitig beschäftigt waren. Das Einbringen vom Fußbodenestrich, Türeneinbau, Elektroinstallation, Trockenbauarbeiten, Fliesenlegerarbeiten folgten in kurzen zeitlichen Abständen.

Während die Außenfassade des Mehrzweckgebäudes teils verputzt, teils mit einer typischen Holzverschalung versehen wurde, bekam die Betonfassade der Fahrzeughalle durch den Aufbau einer Klinkermauerwerkswand mit dazwischen liegender Wärmedämmung ein eigenes charakteristisches Aussehen. An den Endbereichen der Fassade sowie zwischen den großen Fensterflächen wurde gleichfalls eine Holzverblendung angebaut.

Am 16. November begann der Einbau des Hallenfußbodens auf der über 900 m² großen Fläche, die das künftige Gleis 1 und 2 umfaßt. Nach wenigen Tagen konnte die Fußbodenfläche betreten werden, so daß nach der Demontage der Verschalung die Reinigung der Arbeitsgruben, die Installationsarbeiten in der Fahrzeughalle für die Beleuchtung und Steckdosenanordnungen und die Montage der Gleisstützen in der Arbeitsgrube im Gleis 2 begonnen werden konnten. Bis Ende November konnten auch die Arbeiten an den großen Fenstern abgeschlossen werden, die Tore erhielten Anfang Dezember ihre elektrischen Antriebe.

Am 10. Dezember 2004 fiel endlich auch das große Gerüst an der Ausstellungs- und Fahrzeughalle, so daß nun ein ungehinderter Blick auf das Bauwerk möglich ist.

Allgemeines zum Bau

Auch wenn der Großteil der Leistungen inzwischen bereits abgerechnet wurde, sind die erforderlichen Eigenmittel des Vereins auf über 250.000 € angewachsen. Der Vorstand bedankt sich bei allen Freunden, die zur Absicherung der Finanzierung in irgendeiner Weise beigetragen haben. Ohne diese Unterstützung wäre das Vorhaben bis hierher nicht realisierbar gewesen. Daß weitere Unterstützung dringend notwendig ist, bedarf hier sicher keiner ausführlicheren Erklärung.

Das „Internet-Bautagebuch“ ist inzwischen auf über 1000 Fotos angewachsen, trotzdem ist der Verein auch an interessanten Bildern von Besuchern zum Baugeschehen, aber insbesondere auch von der vorherigen Bebauung interessiert.

Jörg Müller


PK 5/04

Baustatus

Anfang August begann endlich das "Hochbau-Zeitalter" auf der Baustelle, nachdem zuvor fast alles, was mit viel Erdmassenbewegung, Bewehrungsstahl und Beton verbaut wurde, teils tief im Erdboden verschwunden war. Die Hochbauarbeiten begannen am Mauerwerk des künftigen Mehrzweckgebäude an der zur Fahrzeughalle gerichteten Giebelwand und an der Zwischenwand zum Fahrzeugstand. Zunächst mussten der Bagger noch auf der nördlichen Hälfte des Fundaments Bewegungsfreiheit bekommen, da sich der Aufbau der Gabionenwand, die den Hang zwischen Mehrzweckgebäude und Trafostation abstützen soll, durch die notwendigen manuellen Arbeiten erheblich umfangreicher als zunächst veranschlagt, gestaltete.

"Gabionen" heißen die Drahtgitterkörbe, in denen durch Schüttung oder manuelle Schichtung von natürlichem Bruchsteinmaterial (je nach Verfügbarkeit) sehr unterschiedliche Gestaltungsformen einer "modernen" Trockenwand entstehen. (Bild dazu siehe Heft 79 - 4/2004) Am 6. August erfolgte der Einbau des Unterbetons im Mehrzweckgebäude, danach wurde in reichlich einer Woche das Erdgeschoß aufgemauert, auf dem dann am 17. August die Zwischendecke aus Betonelementen aufgesetzt wurde. Währenddessen wurde die trockene Witterung ausgenutzt, die Auffüllung des Hallenfußbodens voran zu bringen. Dazu wurde Aushubmaterial aus der vorherigen Geländeprofilierung genauso wie geeignetes Material anderer Baustellen der Baufirma in Jöhstadt genutzt. Im Hallenboden wurden dabei auch die notwendigen Entwässerungsleitungen für die späteren Wassereinläufe im Hallenboden eingebaut.

Nachdem der betonierte Ringanker um die Zwischendecke ausreichend ausgehärtet war, konnte in der letzten Augustwoche das Obergeschoß vom Mehrzweckgebäude einschließlich der Außenmauer vom Fahrzeugstand fertig gestellt werden. Nachdem auch hier wieder der Betonringanker auf allen Mauern ausgehärtet war, kam am 2. September das nächste Gewerk, die Zimmerer, auf der Baustelle zum Einsatz. Innerhalb eines Tages wurden die 23 Dachbinder aufgebaut und montiert, am ersten September-Wochenende war ein Teil der Dachschalung aufgelegt. Währenddessen wurden im Erdgeschoß und im Obergeschoß des Mehrzweckgebäude die Zwischenwände und der Schornstein aufgemauert. Um ausreichend Arbeitsfläche für den Kran zur Stahlbaumontage verfügbar zu haben, wurde auch die Einfahrt in die Fahrzeughalle behelfsmäßig angefüllt und der Erdboden im Hallengelände weitestgehend eben planiert.

Ab 6. September kamen nun die Stahlbauer zum Arbeiten, während der folgenden zwei Wochen erfolgte vom Mehrzweckgebäude aus beginnend der Aufbau der Stahlkonstruktion der Halle. Aufgrund Ihrer Größe und des Gewichtes mussten die einzelnen, insgesamt 11 Hallenportale ("Zweigelenkrahmen") jeweils aus zwei Stützen und zwei Dachstreben montiert werden. Diese 11 Rahmen bringen allein etwa 63 Tonnen Stahl auf die Waage. Mit einem 80-t-Mobilkran erfolgte die Aufstellung der Hallenrahmen, die wiederum durch Windverbände und Wandriegel stabilisiert wurden. Die Stützen selber wurden an den Fundamentplatten angeschweißt.

Während die Stahlbauer nun fast jeden Tag für neue Motive auf der Baustelle sorgten, griffen auch die anderen Firmen verstärkt in das Baugeschehen am Mehrzweckgebäude ein. Gleichzeitig wurde durch die Tiefbauer weiter an Wasserleitungen und Schächten zur Ableitung des Niederschlagswassers gearbeitet. Am 15. September erfolgte der Einbau der Fenster im Fahrzeugstand des Mehrzweckgebäudes, eine Woche später kamen auch alle anderen Außenfenster zum Einbau, die selbstverständlich entsprechend der erzgebirgisch typischen Bauweise als Holzfenster mit Fensterkreuz ausgeführt wurden. Mitte September war dann endlich auch das Dach soweit dicht, dass durch Elektriker und Heizungsinstallateure die Verlegung von Kabeln und Rohren betrieben werden konnte.

Am 8. September begannen die Tiefbau- und Geländeregulierungsarbeiten für das künftige Anschlussgleis zur Ausstellungs- und Fahrzeughalle. Hatte der Vorstand des Vereines ursprünglich beabsichtigt, aufgrund der Finanzsituation nur den Bereich der künftigen Einfahrtsweiche zu bauen, wurde dies nach Absprache mit der Auftragnehmerfirmen kurzfristig geändert. Am 9. September wurde festgelegt, den gesamten Tiefbau ausführen zu lassen, da dies sowohl für die Bautechnologie als auch hinsichtlich der zu erwartenden Mehrkosten einer geteilten Bearbeitung günstiger sein sollte. Mit mehreren Baggern, Radladern und einer größeren Planierraupe rückten die "Geländegestalter" an, um bis zum 24. September die Herstellung des Erdplanums für die gesamte Anschlussgleislänge sowie den Gleisunterbau der Anschlussweiche zu bewerkstelligen.

Auch durch Mitglieder der IG Preßnitztalbahn e.V. wurden die Bauleistungen unterstützt. Mit dem Nebenfahrzeug II ("Schwellenwechsler") erfolgte der Ausbau der Betonelemente der alten Bahndammentwässerung und der Transport der Teile zum Bahnhof Schlössel, von wo sie zur Entsorgung abgefahren wurden. Entlang des Gleisanschlusses entsteht nun beidseitig des neuen Gleises eine durchgehende Tiefenentwässerung, die die teils erheblichen Wassermassen aufnehmen und vom Gleis fernhalten soll.

Weiterer Bauablauf

Bereits bei Auslieferung dieses Heftes soll der Bau der Anschlussgleise und der Einbau der drei Weichen in die Gleisanlage erfolgt sein, an der Halle wird inzwischen bereits ein Teil der Außenwand montiert. Spätestens Ende Oktober soll das Gebäude der Ausstellungs- und Fahrzeughalle weitestgehend dicht sein, vorausgesetzt es gibt ausreichend trockenes Wetter, dass der Dachdecker auf dem Trapezblech arbeiten kann. Während die hangseitige Wand der Fahrzeughalle aus einfachem Sandwichwandelementen mit einem Fensterlichtband aufgebaut ist, bekommen die Betonelemente an den drei anderen Hallenwände eine Klinkerfassade, die durch teilweise Holzverschalung unterbrochen wird.

Finanzierung

Das Thema Finanzierungslücke der Baumehrkosten, die durch erheblich Preissteigerungen für Stahl- und andere Materialien entstanden sind, besteht zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieser Seiten immer noch. Auch der Eigenanteil für die bereits bewilligten Fördermittel ist noch immer hart umkämpft. Alle Vereinsmitglieder und Freunde der Preßnitztalbahn sind daher weiterhin dringendst aufgefordert, eigene finanzielle Möglichkeiten zur Unterstützung des Projektes zu prüfen.

Informationen

Über den aktuellen Baufortschritt an der Baustelle können Sie sich in Text- und Bildberichten zeitnah über die Internet-Projektpräsentation auf www.pressnitztalbahn.de/halle.html informieren. Inzwischen umfaßt die Galerie zum Baufortschritt bereits über 700 Fotos, die beinahe taggenau die wichtigsten "Neuerungen" auf der Baustelle darstellt. Für Fragen zum Projekt steht die E-Mail-Adresse projekt-halle@pressnitztalbahn.de zur Verfügung. Von telefonischen Rückfragen zum Baufortschritt bitten wir dringend Abstand zu nehmen. Besucher der Baustelle halten sich bitte unbedingt an die aufgestellten Absperrungen und Kennzeichnungen, um Baubetrieb und Zufahrten nicht zu behindern. Jörg Müller

Richtfest am 24.09.2004

Zum 24. September hatte der Vereinsvorstand zum Richtfest geladen. Über 120 Gäste waren der Einladung gefolgt, um an der traditionellen Zeremonie eines Bauwerkes teilzunehmen. Doch in Abänderung der sonstigen Gepflogenheiten standen hier die Stahlbauer in der Pflicht. Nach Begrüßung der Gäste durch den 1. Vorsitzenden, Kay Kreisel, stellte der Projektleiter des Bauvorhabens, Jörg Müller, in einem kurzen geschichtlichen Abriss die Entwicklung der Preßnitztalbahn und des Baustandortes den Anwesenden vor und bedankte sich bei allen bisher in irgend einer Weise am Bau beteiligten Firmen und Personen. Dann wurde der Richtspruch vom Stahlbauer vorgetragen und das Bauwerk geweiht. In kurzen Grußworten bekräftigten danach sowohl der Bürgermeister von Jöhstadt, Holger Hanzlik, als auch der Landrat des Kreises Annaberg die Bedeutung dieses Bauvorhabens.

Abgerundet wurde das "Bauheben" durch eine hervorragende gastronomische Betreuung durch die Gastwirte vom "Forellenhof", vom "Hammerwerk Schmalzgrube" und der "Raststätte am Wildbach". Getränke gab es ebenfalls reichlich und natürlich jede Menge Gespräche der Gäste zum Bauvorhaben, die durch eine Ausstellung mit rund 200 Fotos vom Baugeschehen unterstützt wurden. Einige Gäste nutzten auch die Möglichkeit zu einer Fahrt auf der Preßnitztalbahn.

red


PK 4/04

Baustatus

Nachdem bis Ende Mai die Geländeregulierung für die Fahrzeughalle abgeschlossen war und die ersten Vorarbeiten am Unterbau für die Arbeitsgrube des Gleises 3 liefen, fand im Monat Juni der schrittweise Aufbau der Arbeitsgruben im Gleis 3 und Gleis 2 seine Fortsetzung. Zunächst wurden im künftigen Gleis 3 die Stahlstützen für den Gleisaufbau aufgestellt und millimetergenau ausgerichtet. Danach hatten die Stahlflechter mehrere Tage zu tun, die Bodenfläche der Gruben im Gleis 3 mit rund 250 m² und Gleis 2 mit 30 m² sowie den Seitenwänden mit rund 300 m² mit dem notwend-gen Bewehrungsstahl zu versehen. Bis Ende Juni war die Bodenplatte der Arbeitsgrube im Gleis 3 fertig betoniert, danach konnte in mehreren Tei-abschnitten mit dem Aufbau der Verschalung und Betonieren der Seitenwände bis Anfang der KW 29 die Leistungen an den Arbeitsgruben abgeschlossen werden.

Parallel dazu erfolgte schrittweise der weitere Aufbau der Winkelelemente an der Hallenseite zum Paschweg, die hier für den notwendigen Abschluß des Hallenunterbaus sorgen. Nachdem Mitte Juni dann endlich auch durch die ENVIA die Leistungen zur Neuverlegung von Energieversorgungsleitungen entlang der Straße abgeschlossen waren und Baufreiheit für das Mehrzweckgebäude bestand, konnte dort mit den notwendigen Tiefbauarbeiten begonnen werden. Zunächst ging es jedoch mehrere Meter tief in den Untergrund (ca. 4 Meter unter dem künftigen Hallenfußboden), um den alten Abwasserkanal, der zu Zeiten der Nutzung der Wasserkraftanlage der alten Fabrikanlage für die Ableitung des Wassers sorgte, zu verrohren. Mit der Verrohrung wird weiterhin der Ablauf der Straßenentwässerung und des Oberflächenwassers am Hang gewährleistet, andererseits erhöht sich dadurch auch die Standsicherheit des Mehrzweckgebäudes.

Nachdem das Geländeplanum wieder hergestellt war, mußte die Zuführung der künftigen Medienversorgung gegraben werden, ehe die Tiefengründung des Fundamentes begonnen wurde. Durch die Bodenbeschaffenheit im Bereich des Mehrzweckgebäudes bedingt mußte teilweise eine Tiefengründung von über 3,50 Metern aufgebaut werden.

Ab Mitte Juli wurde dann intensiv am Fundament des Mehrzweckgebäudes gearbeitet, parallel dazu wurden die Arbeiten an dem Unterbau der Fahrzeughalle weitestgehend abgeschlossen, nachdem auch die letzten Winkelelemente gesetzt und die Zwischenräume der Stahlstützen betoniert waren. Tiefbauseitig sind die Entwässerungsrohre für die künftigen Halleneinläufe bereits verlegt und an den Koaleszenzabscheider (Ölabscheider) angeschlossen. Gleichfalls im Zuge des Fundamentaufbaues für das Funktionalgebäude waren die Abflußleitungen für die Sanitäranlagen einzubinden, die künftig in den Übergabeschacht zur Kläranlage der Stadt Jöhstadt abgeleitet werden.

Da sich hangseitig am Mehrzweckgebäude nur ein sehr geringer Abstand zur Trafostation der ENVIA ergibt, mußte vor dem Beginn der Maurerarbeiten mit der Geländebefestigung und der Aufbau einer Gabionenwand begonnen werden, da später kein Zugang mit dem Bagger zu diesem Bereich möglich ist. In der letzten Juli-Woche wurde parallel sowohl mit den Maurerarbeiten am Mehrzweckgebäude als auch mit dem Aufbau der Gabionenwand begonnen.

Insgesamt besteht gegenüber der ursprünglichen Terminplanung für den Bauablauf bereits ein Verzug von etwa drei Wochen, der aus unterschiedlichen Gründen entstanden ist. Zum einen spielte die Witterung vor allem im Verlauf der Tiefbauarbeiten nicht immer wie gewünscht mit, außerdem mußten an verschiedenen Stellen Änderungen der ursprünglichen Bauplanung vorgenommen werden, was zu Änderungen im Bauablauf und teils auch zusätzlichen Arbeiten für die Fa. BAS GmbH & Co KG Hoch- und Tiefbau aus Scheibenberg führte. Somit kann der im letzten Heft genannte optimistische Zeitansatz leider nicht gehalten werden, zudem ist aufgrund der hohen Kapazitätsauslastung und Lieferzeit für das Stahlbaumaterial durch den Stahlbauer leider mit einer weiteren Verzögerung zu rechnen.

Nächste Arbeiten

Bis Ende August soll der Rohbau des Mehrzweckgebäudes stehen, damit Anfang September der Aufbau der Dachbinder und Dachverschalung die Möglichkeit zum Beginn der Innenausbauarbeiten im Mehrzweckgebäude bietet. Nach bisheriger Ankündigung des Stahlbauers wird mit der Montage der Fahrzeughalle in der KW 37 begonnen. Bis Ende September soll auch hier die Montage des Daches soweit abgeschlossen sein, daß die endgültige Verfüllung des Hallenfußbodens, das Betonieren der Fußbodenfläche und die Installationsarbeiten beginnen können.

Alle für die Herstellung der Grund-funktionalität in der Halle erforderlichen Leistungen sind bis Ende Juni vollständig beauftragt wurden, nur die bereits genannten Leistungen

  • Innenausbau, Fließenlegearbeiten, Trockenbau
  • Fußbodenbeschichtung
  • Außenanlagengestaltung
  • Krananlage
wurden vorerst noch nicht ausgeschrieben.

Die folgende Tabelle beinhaltet die Übersicht über die nach der Submission der Angebote zu beauf-tragenden Leistungen:

    Los Leistung Auftragnehmer
  • 1,2,3 , GeländeregulierungHangbefestigungTiefbau-/Hochbau , BAS GmbH & Co. KG, Hoch- und Tiefbau, Scheibenberg
  • 4 , Stahlbauarbeiten , Sachsenbrunner Stahl- und Metallbau GmbH
  • 5 , Zimmerer- und Holz-bauarbeiten , IHR Tischler GmbH & Co.,Forstwolfersdorf
  • 6 , Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten , Fa. Weigel, Lößnitz
  • 7 , Tischlerarbeiten , Herfurt Fensterbau GmbH,Limbach-Oberfrohna
  • 8 , Fassadenbauarbeiten , BAS GmbH & Co. KG, Hoch- und Tiefbau, Scheibenberg
  • 10 , Elektroinstallation , Fa. Anger Elektrotechnische Anlagen, Schwarzenberg
  • 11 , Heizung, Lüftung, Sanitär, Koaleszenzabscheider , Fa. Heizungsbau Hunger,Bärenstein
  • 13 , Tiefbau/Gelände-regulierung/Gleisbau , SERSA GmbH, Dresden

Damit konnten trotz der teilweise umfangreichen Bieterlisten zu den einzelnen Gewerken mit den Losen 4 und 5 zwei Firmen aus Thüringen, bei den anderen Losen sächsische Unternehmen beauftragt und damit auch Arbeitsplätze in der Region gesichert werden. Nur mit geeigneten Ideen und Investitionen sind auch im Osten der Bundesrepublik langfristig Arbeitsplätze und damit die Lebensgrundlage für die Menschen zu halten. Dieser volkswirtschaftliche Ansatz tritt leider immer mehr in den Hintergrund, ist aber für die Preßnitztalbahn eine wichtige Grundlage des Handelns.

Beim Leistungsumfang des Loses 13 mußte jedoch mit dem Auftragnehmer vereinbart werden, daß nur ein schrittweiser Abruf der Leistungen entsprechend der Verfügbarkeit der finanziellen Mittel möglich ist. Anfang August wird zur weiteren Vorgehensweise beim Aufbau der Gleisanbindung für die Fahrzeughalle eine Beratung stattfinden. Nach jetziger Terminplanung soll in einer konzentierten Aktion in der KW 37 oder 38 (Mitte September) der Einbau der Anschlußweiche ins Streckengleis erfolgen, so daß bereits zum "Volldampf im Herbst" Anfang Oktober ein erster Gleisabschnitt liegen könnte.

Über den Zeitpunkt und den Umfang von Leistungen, die durch den Verein beim Gleisbau der Anschlußgleise zum Zwecke einer Kostenreduzierung ausgeführt werden können, wird kurzfristig eine Information an die interessierten Vereinsmitglieder erfolgen.

Finanzsituation

An der in der letzten Ausgabe geschilderten Gesamtsituation gibt es keine Veränderung:

  • Aufgrund der allgemeinen Kostensteigerung von Baumaterial und dem extremen Preisanstieg bei allen Arten von Stahlmaterialien ist das verfügbare Budget bereits mit der Beauftragung der Bauleistungen für den Gebäudekomplex aufgebraucht.
  • Der Verein hat bereits mit der Aufbringung der Eigenmittel und nicht förderfähigen Nebenkosten zum Bauvorhaben von rund 200.000 € eine erhebliche Belastung, die kaum weitere Zahlungsverpflichtungen zulassen.

Gemeinsam wurden zwischen Projektleiter, Architekt und Bauplaner sowie den beteiligten Firmen Möglichkeiten für Kostenreduzierungspotenziale gesucht und genutzt. Die in der "PK"-Ausgabe 3/2004 (Heft 78) genannte Strategie wird weiterhin umgesetzt, ein Antrag zur Erhöhung der Fördersumme ist eingereicht, wird aber voraussichtlich erst Mitte September entschieden.

Weiterhin besteht der dringende Appell an alle Mitglieder, Freunde und Förderer der Preßnitztalbahn, bei der Bereitstellung der Eigenmittel für das Bauvorhaben mit zu helfen. Das kann als zweckfreie Spende zugunsten des Vereins oder durch Unterstützung für die Spendenaktion "Wagen wir die 365!" erfolgen. Spendenkonto: 580 047 105, BLZ 780 300 70 bei der SchmidtBank Hof.

Informationen

Über den aktuellen Baufortschritt an der Baustelle kann man sich in Text- und Bildberichten zeitnah über die Internet-Projektpräsentation auf www.pressnitztalbahn.de informieren. Bereits über 350 Fotos umfaßt die Galerie zum Baufortschritt, die beinahe taggenau die wichtigsten "Neuerungen" auf der Baustelle darstellt. Aus dem Juni ´04 liegen bereits 100 Bilder, vom Juli ´04 über 150 Bilder vom Baugeschehen vor. Erreichbar ist die Galerie immer mit den letzten aktuellen Tagesbildern über die News-Seite der Homepage.

Für Fragen zum Projekt steht die E-Mail-Adresse projekt-halle@pressnitztalbahn.de zur Verfügung. Von telefonischen Rückfragen zum Baufortschritt bitten wir dringend Abstand zu nehmen. Besucher der Baustelle halten sich bitte unbedingt an die aufgestellten Absperrungen und Kennzeichnungen, um Baubetrieb und Zufahrten nicht zu behindern.

Jörg Müller


PK 3/04

Baustatus (Los 1, 2 und 3)

Seit dem 19. April 2004 gruben sich die Bagger der Firma BAS GmbH & Co. KG Hoch- und Tiefbau aus Scheibenberg in den Hang, um Erdmassen und den Wassergraben der ehemaligen Wasserkraftanlage zu beseitigen. Am 28. Mai waren die Säulenfundamente fertig, aber an der Drainage wurde noch mit schwerer Technik „gepickert“.

Da der Hallenfußboden ein deutlich höheres Niveau als die vorherige Grundfläche hat, wird ein Großteil des abgetragenen Materials als Füllmaterial wieder verwendet. Im Bereich der Trafostation der Energieversorgung konnte der Abbruch der Altanlagen der Stützwand- und Mauerreste noch nicht vollzogen werden, da erst zahlreiche Versorgungskabel, die in diesem Bereich liegen, auf Kosten des Vereins neu verlegt werden mußten. Da die Arbeiten zum Umklemmen der neuen Leitungen bei Redaktionsschluß dieser Seite noch nicht abgeschlossen waren, wird wohl erst um den 18. Juni völlige Baufreiheit im Bereich des künftigen Mehrzweckgebäudes bestehen.

Ab der Himmelfahrtswoche konzentrierten sich die Arbeiten auf der Baustelle auf die Baugrundbefestigung, insbesondere in den Bereichen der künftigen Stahlsäulenfundamente. Bei den Tiefbauarbeiten machte jedoch das regnerische Wetter einen Strich durch den vorgesehenen Ablauf, da mit Regen- und Grundwasser in den Fundamentgruben regelmäßige Behinderungen entstanden.

Inzwischen (Anfang Juni) sind die Säulenfundamente fertig, es werden die Winkelbetonelemente für die Außenabgrenzung des Fußbodenbereichs auf der dem Schwarzwasser zugewandten Seite gesetzt und die Unterbaufundamentplatten für die Arbeitsgruben vorbereitet. Nach Stand des Bauablaufes beträgt der Bauverzug witterungsbedingt knapp zwei Wochen, die jedoch bisher nicht kritisch für den vorgesehenen Fertigstellungstermin Oktober 2004 sind. Hervorzuheben ist die sehr gute Zusammenarbeit mit der Baufirma, die besonders aktiv auch individuelle Lösungen vorschlägt, die kostenmäßige Vorteile bewirken und dennoch für ein stimmiges Gesamtbild sorgen.

Nächste Arbeiten

Bis Ende Juni/Anfang Juli soll die Bodenplatte des Hallengebäudes weitestgehend fertig sein, so daß die Stahlbauer für den Aufbau des Hallengebäudes anrücken können. Parallel dazu umfaßt der Auftrag der BAS GmbH auch den Tief- und Hochbau des Mehrzweckgebäudes, so daß Ende Juli voraussichtlich der Rohbau von Halle und Anbau fertig steht. Der Richtfesttermin könnte dann Anfang August liegen.

Am 27. Mai 2004 erfolgte die Submission der Ausschreibungen der weiteren Einzelleistungen

  • Los 4 (Stahl-/Metallbauarbeiten)
  • Los 5 (Zimmerer-/Holzbauarbeiten)
  • Los 6 (Dachdecker-/Dachklempnerarbeiten)
  • Los 7 (Tischlerarbeiten)
  • Los 8 (Fassadenbauarbeiten)

Momentan läuft die Bewertung der eingegangenen Angebote, bis zum 24. Juni soll die Beauftragung an die jeweils wirtschaftlich günstigsten Bieter erfolgen.

Bereits beauftragt worden sind inzwischen die im Mai ausgeschriebenen folgenden Leistungen:

  • Los 10 (Elektroinstallation) an die Fa. Anger Elektrotechnische Anlagen aus Schwarzenberg
  • Los 11 (Heizung, Lüftung, Sanitär, Koaleszenzabscheider) an die Fa. Heizungsbau Hunger aus Bärenstein
Am 11.Juni 2004 erfolgt die Submission für das
  • Los 13 (Tiefbau/Geländeregulierung/Gleisbau)
  • für den Bau der Gleisanlage, Anschlußweiche und Gleise in der Halle.

Aufgrund der finanziellen Situation (siehe nächster Punkt) werden die weiteren noch offenen Leistungen

  • Innenausbau, Fließenlegearbeiten, Trockenbau
  • Fußbodenbeschichtung
  • Außenanlagengestaltung
  • Krananlage
vorerst noch nicht ausgeschrieben. Diese Leistungen werden, soweit möglich, dann durch den Verein in Eigenleistung realisiert oder vsl. zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschrieben und verwirklicht, da sie nicht zwingend für die Inbetriebnahme der Ausstellungs- und Fahrzeughalle erforderlich sind.

Finanzsituation

Erhebliche Schwierigkeiten bereiten momentan die durch die Stahlpreissteigerungen entstandenen Kostenerhöhungen insbesondere für alle Leistungen, in denen erhebliche Mengen an Stahl und Eisen verbaut wird. Nach der Ausschreibung der für den Hallenbau notwendigen Leistungen ist das verfügbare Budget bereits weitestgehend ausgereizt, noch bevor die Gleisanlage kostenseitig berücksichtigt werden kann.

Der Vorstand hat sich zu folgender Strategie zum Umgang mit dem Problem entschlossen:

  • 1. Grundsätzlich werden nur Leistungen beauftragt, für die eine Kostendeckung gesichert ist, auch wenn diese ggf. Bauverzug zur Folge hat.
  • 2. Es wird ein Antrag an die Fördermittelstelle vorbereitet, die aus der Stahlpreisentwicklung entstandenen Kostenerhöhungen als Nachförderung zu erhalten. Dies hat dabei aber auch Auswirkungen auf die Bereitstellung der Eigenmittel in Höhe von rund 10% der Fördersumme. Eine Aussage über eine Bestätigung der Erhöhung der Fördersumme ist aber frühestens im August 2004 zu erwarten.
  • 3. Es werden alle Leistungen, auch bereits beauftragte, hinsichtlich einzelner Leistungsbestandteile auf ihre dringende Notwendigkeit für das Funktionieren der Fahrzeughalle überprüft. Nicht zwingend notwendige, aber für den normalen Betrieb dennoch unabkömmliche Leistungen müssen dann ggf. später umgesetzt werden.
  • 4. Im Los 13 wird auf den Verein in Abstimmung mit der zu beauftragenden Gleisbaufirma ein erheblicher Eigenleistungsumfang entfallen – es wird also voraussichtlich erstmals wieder seit dem Jahr 2000 durch den Verein Gleis gebaut! Dazu kommt die Bereitstellung von verfügbarem Gleisbaumaterial, um diese Kosten ggf. zu reduzieren.
  • 5. Der Verein braucht die dringende Unterstützung aller Mitglieder, Förderer und Freunde, um den erforderlichen Eigenanteil von rund 200 000 Euro aufbringen zu können. Das kann als zweckfreie Spende zugunsten des Vereins oder durch Unterstützung für die Spendenaktion „Wagen wir die 365!“ erfolgen. Spendenkonto: 580 047 105, BLZ 780 300 70 bei der SchmidtBank Hof.

Informationen

Über den aktuellen Baufortschritt an der Baustelle kann man sich in Text und Bildberichten zeitnah über die Internet-Projektpräsentation auf www.pressnitztalbahn.de informieren. In regelmäßigen Zeitabständen werden die Fotos in der Galerie eingestellt. Für Fragen zum Projekt steht die E-Mail-Adresse projekt-halle@pressnitztalbahn.de zur Verfügung. Von telefonischen Rückfragen zum Baufortschritt bitten wir dringend Abstand zu nehmen. Besucher der Baustelle halten sich bitte unbedingt an die aufgestellten Absperrungen und Kennzeichnungen, um Baubetrieb und Zufahrten nicht zu behindern.
Jörg Müller


PK 2/04

Am 10. April 2004 erhielt der Vorstand die Plangenehmigung für die Ausstellungs- und Fahrzeughalle zugestellt. Damit liegt nunmehr endlich Baurecht vor, und die Arbeiten für das Großprojekt können endlich auch vor Ort beginnen.

Da die ersten Bauleistungen zur Geländeregulierung (Los 1), Hangbefestigung (Los 2) sowie für die Tiefbauleistungen der Halle und Tief-/Hochbau für das Mehrzweckgebäude (Los 3) bereits im Februar 2004 ausgeschrieben wurden, kann nun innerhalb der vorgesehenen Fristen die Zuschlagserteilung erfolgen und können die Leistungen in Auftrag gegeben werden. Der momentan noch nur grob aufgestellte Bauablaufplan sieht folgende Eckpunkte für die nächsten Monate vor:

  • Mitte April: Baustart
  • April bis 19. KW: Geländeregulierung und Hangbefestigung
  • Mai/Juni: Tiefbau
  • Juli: Hochbau Hallengebäude mit Dach
  • August: Gleisbau Anschlußstelle und Gleise in der Fahrzeughalle
  • Ende August/September: Innenausbau, Elektro, Heizung/Lüftung/Sanitäranlagen
  • Oktober: Außenanlagen
  • Ende Oktober: Fertigstellung der Bauleistungen

In Abhängigkeit der einzelnen Arbeiten wird dieser Terminplan permanent präzisiert. Aufgrund der bekannten Wetterverhältnisse wird ein zeitliches Verlängern des Leistungszeitraumes jedoch kaum möglich sein.

Da sich in den ersten Ausschreibungen bereits eine erhebliche Verteuerung der Bauleistungen durch extreme Preissteigerungen für Baustahl und Stahlkonstruktionen abzeichnete, werden nun die Ausführungsplanungen aller weiteren Leistungsumfänge hinsichtlich möglicher Kostenreduzierungspotentiale überplant. Wichtig ist für den Verein, unter allen Umständen den vorgesehenen Projektbudgetrahmen einzuhalten.

Die Abrechnung der Leistungen erfolgt durch den Verein in Vorkasse, ein Großteil der Kosten wird durch den Fördermittelbescheid nach erfolgter Prüfung der Abrechnungen erstattet. Um die Zwischenfinanzierung durch den Verein realisieren zu können, wurde mit der Kreissparkasse Annaberg eine Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen. Trotz verhältnismäßig günstigem Zinssatz belaufen sich die dafür anfallenden Zinsen übers Jahr dennoch auf rund 10 000 Euro, wenn das Finanzierungsdarlehen in vollem Umfang ausgeschöpft wird. Daher bemüht sich der Vorstand, einen möglichst großen Anteil der Leistungsaufwände aus dem Vereinshaushalt (Mitgliedsbeiträge, nicht zweckgerichtete Spenden, Erlöse aus dem Fahrbetrieb) abzusichern.

Spender, die das Projekt aktiv unterstützen möchten, helfen durch eine Beteiligung an der Spendenaktion „Wagen wir die 365!“ am meisten, da durch eine Spendenfinanzierung des Fahrzeuges Haushaltsmittel frei werden, die dann direkt in das Projekt gesteckt werden können.

Unklarheiten bestehen momentan noch über die technische Lösung der Anbindung der Fahrzeughalle an eine Kläranlage der Stadt Jöhstadt (siehe Bericht im PK 1/2004), nachdem seitens der Umweltbehörden Einwände gegen den vorgesehenen Standort erhoben wurden. Mit der Stadt Jöhstadt besteht aber darin eine Vereinbarung, für die Ausstellungs- und Fahrzeughalle grundsätzlich an einer Anbindung an die örtliche Abwasserlösung zu berücksichtigen.

Wichtige Hinweise
Über den aktuellen Baufortschritt an der Baustelle kann man sich in Text und Bildberichten zeitnah über die Internet-Projekt-präsentation auf www.pressnitztalbahn.de informieren. Für Fragen zum Projekt steht die E-Mail-Adresse projekt-halle@pressnitztalbahn.de zur Verfügung. Von telefonischen Rückfragen zum Baufortschritt bitten wir dringend Abstand zu nehmen. Besucher der Baustelle halten sich bitte unbedingt an die aufgestellten Absperrungen und Kennzeichnung, um Baubetrieb und Zufahrten nicht zu behindern.

Jörg Müller


Projektstand Ende Januar 2004

Um den Redaktionsschluß nicht zu gefährden, kann leider noch immer nicht die Vorlage der Plangenehmigung konstatiert werden. Weiterhin stehen einzelne behördliche Stellungnahmen (Staatliches Umweltfachamt) aus, die für den Start der eigentlichen Baumaßnahme notwendig sind. Währenddessen wird bei erfolgter Postzustellung dieser Ausgabe der Gebäudeteil aus Schuppen, Heizungsanlage und Kohlebunker, der vom Verein für die Anlage des Parkplatzes für die Ausstellungs- und Fahrzeughalle im Sommer 2003 erworben wurde, nur noch in Resten stehen. Der Abriß dieser Gebäude kann nun aufgrund der seit Mitte Januar vorliegenden Abrißgenehmigung endlich vollzogen werden.

Mit der Stadt Jöhstadt laufen momentan Gespräche, für die Ausstellungs- und Fahrzeughalle der Preßnitztalbahn und die Anwohner an der Schlösselstraße von Jöhstadt eine gemeinsame dezentrale Kläranlage zu realisieren. Für den Verein hätte dies den erheblichen Vorteil, künftig keine Belastung durch Unterhalt und Betrieb einer biologischen Kläranlage zu haben, die Stadt Jöhstadt kann von den guten Anschluß- und Standortbedingungen und der gemeinsamen Realisierung mit den anstehenden Baumaßnahmen (Kanäle, Baugrube für Kläranlage, Anschluß an den bestehenden Abwasserkanal) profitieren, was für die betroffenen Anwohner sogar mit Entlastungen bei den Anschlußgebühren verbunden ist. Aufgrund der finanziellen Situation des Haushaltes der Stadt Jöhstadt muß hier zwar möglicherweise eine Stufenlösung bei der Realisierung angestrebt werden, doch durch eine Bündelung der Interessen kann hierbei wirklich Geld gespart werden.

In Abhängigkeit der weiteren Bearbeitung des Plangenehmigungsverfahrens und einer Genehmigung bis zur 7. Kalenderwoche kann im April mit den Bauaktivitäten begonnen werden, da die entsprechenden Fristen für öffentliche Ausschreibung, Angebotsfristen und Vergabeverfahren eingehalten werden müssen. Die Bekanntgabe der Ausschreibungen erfolgen entsprechend VOB im Sächsischen Ausschreibungsblatt.
Jörg Müller

Projektstand Ende November 2003

Liebe Vereinsmitglieder, Museumseisenbahner und Förderer!
Während für das Projekt „Ausstellungs- und Fahrzeughalle“ das Plangenehmigungsver-fahren beim Regierungspräsidium Chemnitz mit der Beteiligung von Fachbehörden weitergeführt worden ist, konnte inzwischen die Zukunft des „Restgrundstückes“ des ehemaligen Garnveredelungswerkes Sehma, Betriebsteil Jöhstadt, geklärt werden. Ende Oktober übernahm die IG Preßnitztalbahn e. V. das etwa 1300 m² große Grundstück zum symbolischen Preis von 1 Euro; dafür kommt der Verein aber für den Abriß der Gebäudeteile (Lagerschuppen, Heizungsgebäude, Brennstofflager) in Höhe von schätzungsweise 100 000 Euro auf. Der Abrißantrag für diese Gebäude wurde beim Landratsamt Annaberg eingereicht, nach dem Bearbeitungsstand Ende November wird mit der Genehmigung aber erst im Januar 2004 zu rechnen sein.

Das Regierungspräsidium Chemnitz teilte per Zwischeninformation zum laufenden Plangenehmigungsverfahren Ende November mit, daß die Prüfungen zur Plangenehmigung weitestgehend abgeschlossen sind. Vorbehaltlich der Vorlage einzelner Erläuterungen zum Projekt und ausstehender Stellungnahmen von Behörden wird dazu auch im Januar 2004 die Baugenehmigung möglich sein.

Währenddessen wird die Erarbeitung der Unterlagen für die Ausschreibung der Teillose fortgesetzt, so daß im günstigen Fall Ende Januar die Ausschreibung der ersten Lose erfolgen kann. Daraus folgt ein frühester Baubeginn Mitte März, natürlich auch abhängig von der dann bestehenden Witterung.

JM

Projektstand Ende September 2003

Zwar liegt, wie bereits im Editorial gesagt, noch immer keine endgültige Baugenehmigung vor, jedoch wurde die Zeit nicht gänzlich mit Warten auf die ausstehenden Stellungnahmen der nochmals einzubeziehenden Träger öffentlicher Belange vergeudet. Verschiedene Teilaufgaben wurden weitestgehend ausgeplant, so daß nach der öffentlichen Ausschreibung sofort von den Gewerken begonnen werden kann.

Für erhebliche Komplikationen, die eigentlich bereits erledigt geglaubt, sorgte in der Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde beim Landratsamt Annaberg die ehemalige Wasserkraftanlage auf dem künftig von der Ausstellungs- und Fahrzeughalle bebauten Gelände. Erst nach zahlreichen Gesprächsrunden konnte zur Verfahrensweise mit den Wassernutzungsrechten eine Klärung erzielt werden.

Etwas zäh entwickelt sich auch das Geschäft zur Übernahme der Reste der ehemaligen Fabrik gegenüber dem künftigen Hallenstandort. Inzwischen wird aber bereits soweit an allen behördlichen Dingen gearbeitet, um den Abriß der Gebäude so schnell wie möglich nach Abschluß des Kaufvertrages realisieren zu können.
Jörg Müller

Projektstand Ende Juli 2003

Die für das Projekt Ausstellungs- und Fahrzeughalle erforderliche Baugenehmigung des Regierungspräsidiums Chemnitz liegt noch immer nicht vor. Nach etwa zwei Monaten Umlauf der Planungsdokumentation in der Behörde wurden in der letzten Juliwoche Änderungen zur Planung sowie Ergänzungen und weitere fachliche Stellungnahmen und Prüfungen angefordert.

Aufgrund der momentanen Urlaubszeit ist somit eine weitere Laufzeit des Plangenehmigungsverfahrens bis September zu erwarten. Durch diese Verfahrenszeit wird natürlich auch der Baubeginn bestimmt, was umso mehr ärgerlich ist, weil im Erzgebirge im Winter nicht die besten Baubedingungen herrschen.

Der Verein bemüht sich gegenwärtig gemeinsam mit der Stadt Jöhstadt intensiv um eine Klärung zum Gelände der alten Fabrikanlage in Schlössel gegenüber dem künftigen Standort der Ausstellungs- und Fahrzeughalle. Da sich die Gebäude in einem sehr schlechten baulichen Zustand befinden und akute Einsturzgefahr besteht, sollte hier kurzfristig ein Abriß der Gebäude vorgenommen werden. Da sich der Grundstückseigentümer dazu bisher nicht in der Lage und auch nicht dazu verpflichtet sieht, strebt der Verein eine Übernahme des Grundstücks an, um hier eine Geländebereinigung vornehmen zu können. Künftig könnte auf dieser Fläche ein Besucher- und Wandererparkplatz entstehen, für die es im Schwarzwassertal ohnehin zu wenig Platz gibt.

Projektstand Ende Mai 2003

Nach dem schrittweise die erforderlichen Zuarbeiten, Gutachten und Stellungsnahmen der Träger öffentlicher Belange für das Projekt eingegangen waren, konnte Mitte Mai die Plangenehmigungsdokumentation mit dem Bauantrag bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Chemnitz, abgegeben werden. In den kommenden Wochen werden wahrscheinlich auf Anforderung einzelner Fachbereiche im Regierungspräsidium und einzelner Fachbehörden Ergänzungen und zusätzliche Erläuterungen zur Planung vorgelegt werden, so daß günstigenfalls im Juli mit Vorliegen der Baugenehmigung gerechnet werden kann. Die Zeit bis dahin wird parallel durch die Planer an der Feinplanung einzelner Bauabschnitte gearbeitet, die dann schrittweise ausgeschrieben werden können.

Gemeinsam mit zahlreichen Fachbehörden und Spezialisten wurden zur vorschriftsgerechten Umsetzung an der Ausstellungs- und Fahrzeughalle in den vergangenen Wochen Abstimmungsgespräche und Diskussionen geführt, die zu einer systematischen Konkretisierung in den Planungsdokumenten führte. Sowohl mit der zuständigen Berufsgenossenschaft, Ämtern des Landratsamtes Annaberg, aber auch mit verschiedenen Anbietern von Spezialtechnik und Ausrüstungen wurden Varianten in der Dimensionierung von Bauwerk und Anlagen besprochen.

Am 8. Mai wurde in einer turnusmäßigen Tagung des Stadtrates Jöhstadt im Sportcenter der Stadt das Gesamtprojekt vorgestellt. Dabei zeigte man auch speziell die möglichen Nutzungsalternativen der Ausstellungs- und Fahrzeughalle auf, die durch die IG Preßnitztalbahn e. V. gern auch anderen Nutzern für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden kann, um die touristische und kulturelle Anziehungskraft des Schwarzwasser- und Preßnitztales weiter zu verbessern.


PK 1/03

Vorbemerkung

Aufmerksamen PK-Lesem ist das Thema Fahrzeughalle nicht neu. Bereits seit längerem ist der Vorstand auf der Suche nach Möglichkeiten, die Kosten für die Erhaltung der Museumsbahn-Fahrzeuge deutlich zu senken. Zur Jahreshauptversammlung 2000 stellte der Vorstand erstmals das Konzept einer Fahrzeughalle vor. Nach der Prüfung der in Frage kommenden Flächen und nach der Abschätzung der Kosten kristallisierte sich ein Grundstück mit einer Industriebrache, etwa 500 Meter vom Jöhstädter Lokschuppen entfernt, als geeignete Fläche heraus. Jetzt erfolgte der offizielle Start zur Planung und Realisierung des Projektes.

Dem ging ein enormer bürokratischer Aufwand voraus. In den nächsten PK-Ausgaben sowie auf unseren Internet-Seiten www.pressnitztalbahn.de wollen wir in Zukunft ausführlich über das Projekt berichten. In dieser Ausgabe ein kurzer Einstieg und Überblick über den Ablauf.

Fragen oder Anregungen zum Projekt bitte an die bekannte Vereinsanschhft (Stichwort: "Projekt Halle") oder per e-Mail an projekt-halle@pressnitztalbahn.de.

Jörg Müller

Offizieller Start

Am 12. Dezember 2002 erhielt der Verein die Bestätigung zum Beginn des Projektes "Ausstellungs- und Fahrzeughalle Preßnitztalbahn". Damit konnte mit der formalen Planung für den Bau begonnen werden. Vorher gelaufene Planungsleistungen hatten vor allem den Zweck gehabt, das Antragsverfahren für die Fördermittelgenehmigung mit den entsprechenden Unterlagen zu versorgen.

Auf der Grundlage der schrittweise erarbeiteten "Projektplanungsdokumentation", das quasi die Aufgabe des Lastenheftes seitens des Vereins darstellt, wurden die Hauptanforderungen an Gebäude, Funktionalität, Medienversorgung, eisenbahnbetriebliche Bedingungen und Nutzungseigenschaften definiert, die im zunächst folgenden zeitlichen Abschnitt in einer Genehmigungsplanung zur Erteilung der Baugenehmigung eingearbeitet werden.

Logischerweise ergeben sich im Verlauf der Planung sehr unterschiedliche Auffassungen zu "Wunsch" und "Möglichem". Letztendlich muß die Planung in diesen Punkten aber dann mit klaren Vorgaben arbeiten, die zum Teil eben auch in Kompromissen und im Verzicht auf manches "Wünschenswerte" liegen.

Zeitplanung

Folgende Zeitplanung liegt dem Projektablauf zugrunde:

  • Januar- Mai 2003: Genehmigungsplanung
  • Juni ~ Sept. 2003: Feinplanung, Leistungsausschreibung, Leistungsvergabe
  • Okt. 2003 - April 2004: Realisierung der Bauhauptleistungen
  • April 2004 - Juni 2004: Abschlußleistungen, Fertigstellung
  • Sommer 2004: Eröffnungsfeier

Aufgrund der gesammelten Erfahrungen beim Aufbau der Anlagen der Preßnitztalbahn ist dieser Zeitplan als realisierbar, aber anspruchsvoll zugleich einzuschätzen. Wie sich logischerweise aus dem vorliegenden Ablauf ergibt, werden erste Zeichen aus Stahl und Stein in Schlössel noch einige Monate auf sich warten lassen, Nichtsdestotrotz sind die Termine nur durch ein sehr straffes Terminmanagement zu realisieren.

Das Nutzungskonzept

Es macht freilich wenig Sinn, sich über Anforderungen zur Gestaltung und Ausstattung Gedanken zu machen, wenn die Zielstellung für das Projekt nicht definiert ist. Daher stand am Anfang der Überlegungen natürlich zuallererst die Erstellung eines Nutzungskonzeptes. Es ergeben sich zwei grundsätzliche Anforderungen seitens der Preßnitztalbahn:

  • Reduzierung der Kosten für die langfristige Fahrzeugerhaltung und Unterhaltung durch Schaffung von witterungsgeschützten Abstellplätzen
  • Bereitstellung von Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche für die Präsentation von Exponaten sowie zur Durchführung von thematischen Veranstaltungen

Daraus entstand die "bauliche" Grundanforderung - eine kombinierte Fahrzeugabstell- und Ausstellungs/Veranstaltungsräumlichkeit zu errichten. Während insbesondere im Winter und in betriebsärmeren Zeiten der Schutz der Fahrzeuge vor extremen Temperaturdifferenzen Tag/Nacht sowie Schnee und Eis in der Nutzung Primat haben wird, sind in der Zeit zwischen April und Oktober auch Ausstellungen, Veranstaltungen und eine Nutzung für touristische Zwecke vorgesehen.

Die Fahrzeughalle selbst soll dabei etwa 180 bis 190 Meter nutzbare Gleislänge in drei Hallenständen aufweisen, wobei in einem Stand das Gleis in aufgeständerter Bauweise auch leichte Wartungsarbeiten an einer Zuggarnitur (Bremsen, Drehgestelle, Wagenunterboden) ermöglichen soll. "Schwere" Instandhaltungsmaßnahmen sind in der Anlage nicht vorgesehen.

Für Veranstaltungen steht somit eine ebene Fläche von maximal 13 x 60 Metern Grundfläche zur Verfügung (ein Lageplan wird im PK vstl. bei Abschluß der Genehmigungsplanung veröffentlicht). Neben Fachvorträgen, Film-/Lichtbildvorführungen, Ausstellungen etc. die sich speziell um das Thema Eisenbahn drehen werden, ist der Verein selbstverständlich auch für thematisch anders geartete Veranstaltungen offen.

Jörg Müller


Projektstand Ende März 2003

In der Ausgabe 1/2003 berichtete der PK über den offiziellen Start des Projektes, die Zeitplanung und das Nutzungskonzept. Eine etwas ausführlichere Zusammenstellung zum Projekt wurde den Vereinsmitgliedern mit den „Vereinsinformationen 1/2003“ vorgestellt. Aufbauend auf den Planungsentwürfen des Architekten erfolgten in der Zwischenzeit mehrere Diskussionen im Vorstand, die die technischen Anforderungen an die Ausstellungs- und Fahrzeughalle weiter konkretisierten. Von Seiten der Genehmigungsbehörde – dem Regierungspräsidium Chemnitz – wurden bereits vorab Anforderungen für die Plangenehmigung aufgestellt, die teilweise per Einzelgutachten und Untersuchungen untersetzt werden müssen.

Für die bauseitige Auslegung des Gebäudefundamentes sowie der erforderlichen Befestigung des Hanges wurde ein Baugrundgutachten in Auftrag gegeben. Darin sollen besonders die Standfestikeit des Geländes sowie die Möglichkeiten der Befestigung des Hanges untersucht werden. Diese Untersuchung konnte erst jetzt in Auftrag gegeben werden, da dies bei Bodenfrost ein deutlich aufwendigeres (= teureres) Unterfangen ist. Gleichfalls als Vorabuntersuchung ist eine schalltechnische Untersuchung in Arbeit, in deren Ergebnis Anforderungen an die Schallschutzeigenschaften der Gebäude definiert werden, da sich im Umkreis der Ausstellungs- und Fahrzeughalle auch Wohngebäude befinden.

Gleisanlage

Das Gleis zur Ausstellungs- und Fahrzeughalle wird am Streckenkilometer 22,355 von der Trasse abzweigen (die erste Brücke von Jöhstadt aus befindet sich bei km 22,210). Das Hallen-Portal soll sich etwa in Höhe des Strecken-km 22,243 befinden. Der Streckenabzweig wird über eine Innenbogenweiche erfolgen, die drei Hallengleise werden über zwei Standardweichen erreicht. Da sich die Abzweigweiche im steilsten Streckenabschnitt der Preßnitztalbahn mit bis zu 25 Promille befindet, entsteht logischerweise ein Höhenunterschied zwischen Schienenoberkante (SO) des Streckengleises und der SO der Hallengleise von ca. 1,50 m. Bedingt durch die Längenentwicklung der Weichen stehen vor der Halle zwischen 15 und 30 m grenzzeichenfreier Abstellfläche zur Verfügung. Inwieweit eine sogenannte „Schutzweiche“ mit Ausziehgleis parallel zur Strecke in Richtung Jöhstadt realisiert werden muß, wird momentan noch geklärt.
JM

Aktuelle Infos unter: www.pressnitztalbahn.de
Fragen und Meinungen bitte per E-Mail: Projekt-halle@pressnitztalbahn.de.

aktueller Preß'-Kurier | Artikel älterer Ausgaben