Schmalspur- und Museumsbahnen aktuell

Sächsisches SchmalspurbahnMuseum Rittersgrün e. V.

Die optische Aufarbeitung des zweiachsigen off enen Güterwagens K.1942 ist im Oktober beendet worden. Das von den K.Sächs.Sts.E.B. einst im Bildlichen Verzeichnis auf dem Blatt lfd. Nr. 777 geführte Fahrzeug zeigt sich jetzt in Rittersgrün wieder im Stil von vor 1900 lackiert und beschriftet. Bis 1971 war es in Wolkenstein als Schlackewagen 97-18-51 genutzt worden.

Um im nächsten Jahr weitere 750-mm-Wagen optisch aufarbeiten zu können, läuft die Spendenaktion „Kohle für Holz“ weiter. Weitere Informationen dazu befi nden sich auf der Webseite www.kohle-fuer-holz.de.
Vorgesehen zum Aufachsen ist der Kasten des zweiachsigen Güterwagens mit Zugführerabteil, den das Museum 1997 in Schweta bei Mügeln geborgen hatte. Dabei handelt es sich um den Wagen 1512K, der als Gw bis 1907 unter der lfd. Nr. 762 geführt worden war.

Am 15. November 2016 verließ der Aussichtswagen 970-310 das Sächsische Schmalspurbahn-Museum in Richtung Zittau. Die Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbh (SOEG) hat mit der Gemeinde Breitenbrunn als Eigentümer bzw. dem Museum als Besitzer des Wagens einen Leihvertrag mit einer Laufzeit von mindestens acht Jahren unterzeichnet. Der Wagen wird nun betriebsfähig aufgearbeitet und soll ab 2017 im DRG-Zug der SOEG laufen. Dazu wird das um 1933 aus einem im Jahr 1900 gebauten Oberlichtwagen entstandene Fahrzeug im Stil der DRG lackiert und als „Dresden K1264“ beschriftet. Gemeinde und Verein haben dem Projekt wohlwollend zugestimmt.
Bernd Kramer/AM

Fichtelbergbahn

Bei der von der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) als Fichtelbergbahn betriebenen Strecke Cranzahl – Kurort Oberwiesenthal wird auch in diesem Jahr an verschiedenen Güterwagen gearbeitet. Optisch bereits hergerichtet ist der gedeckte Güterwagen 97-14-26, der viele Jahre an der Einfahrt in Oberwiesenthal abgestellt gewesen war. Er befindet sich jetzt an der Rollgrube in Cranzahl.

Aktuell lässt das Unternehmen den Mitte der 1970er Jahre von Thum nach Oberwiesenthal umgesetzten vierachsigen gedeckten Bahndienstwagen 97-09-81 in Cranzahl restaurieren. Dabei erhält der GGw einen authentischen grünen Anstrich, wie er bereits in Thum genutzt worden war. Der GGw 97-13-20 kann bereits seit mehreren Monaten wieder bewegt werden. Durch eine Öffnung des vorderen Kopfstückes war in den vergangenen Jahren ein Baum gewachsen. Deshalb stand dieser Güterwagen viele Jahre neben dem Cranzahler Lokschuppen, ohne sich auch nur einen Millimeter bewegen zu können. Nach dem Fällen des Baumes wurde der GGw als Arbeitsreserve in Richtung Rollwagengrube geschoben.

Die restaurierten Güterwagen 97-13-96 (Gattung GGw) und 97-29-33 (Gattung OO) bilden seit September mit der abgestellten Dampfl ok 99 1786-5 an der Bekohlung in Cranzahl ein stimmiges Ensemble. Der viele Jahre ohne Beschriftung auf einem vierachsigen Transportwagen in Cranzahl abgestellte modernisierte Schmalspurgepäckwagen 974-372 hat in diesem Jahr – wie der regelspurige Transportwagen – eine Beschriftung erhalten. Beide Fahrzeuge bleiben aber weiterhin in Cranzahl abgestellt. Außerdem dichteten die SDG-Mitarbeiter in Cranzahl das Dach des Meininger Neubauschneepfl uges 97-09-40 ab.

Der Altbauschneepfl ug 97-09-75 der SDG-Fichtelbergbahn erhielt ab 16. August 2016 in der RVE-Werkstatt in Marienberg eine Hauptuntersuchung. Nach der Werkabnahme am 22. September fand am 14. Oktober auf der Fichtelbergbahn nach Oberwiesenthal die abschließende Probefahrt statt.
SH/AM

Historische Feldbahn Dresden e. V.

Mitte Oktober übernahm der Verein Historische Feldbahn Dresden e. V. (HFD) von Manfred Werner aus Löbau einen betriebsfähigen Heeresfeldbahnwagen aus dem Zweiten Weltkrieg und holte ihn in die Herrenleite. Es handelt sich um einen vermutlich Ende des Zweiten Weltkrieges in Bautzen gebauten Vierachser, der nicht mehr an die Front kam, sondern – wie die drei bereits im Eigentum der HFD befindlichen Heeresfeldbahnwagen – ab Werk eine Verwendung als Abstell- bzw. Lagerraum fand. Im Jahr 1985 barg Manfred Werner den Kasten des Wagens in Leipzig-Engelsdorf und setzte ihn später mit von der Waldeisenbahn Muskau stammenden Drehgestellen auf seiner Gartenbahn in Löbau ein. Nachdem Manfred Werner im Jahr 2009 einen Lazarettwagen aus dem Ersten Weltkrieg restauriert und wieder in Betrieb genommen hatte, entschloss er sich zum Verkauf des mittlerweile recht reparaturbedürftigen Wagens aus dem Zweiten Weltkrieg. In der Herrenleite wurde das Fahrzeug erst einmal in der Museumshalle trocken untergestellt und wird mittelfristig in einen für den Besucherfahrbetrieb einsatzfähigen Zustand versetzt.

Weitere Neuzugänge bei der HFD stammen aus der Tschechischen Republik: Nördlich von Františkovy Lázne (Franzensbad) erwarb der Verein in Skalná (Wildstein) im böhmischen Vogtland 15 Feldbahnweichen, 200 m Gleis und vier Loren. Die Tongruben der ortsansässigen keramischen Industrie hatten in den vergangenen Jahren den Feldbahnbetrieb eingestellt und die Gleise in den Gruben abgebaut. Die kilometerlangen Verbindungsstrecken bleiben dagegen erhalten und werden nun museal sowie touristisch genutzt.

In der Herrenleite sind in den vergangenen Wochen zwischen Heizhaus und Vereinsheim auf einer Länge von ca. 50 m eine Trinkwasserleitung und Medien verlegt worden, wobei zum Abtransport des überschüssigen Erdaushubes eine Baufeldbahn zum Einsatz kam. Die Ausstellungssaison 2016 fand mit dem traditionellen Schlittenhunderennen des „Schlittenhundesportvereins Sachsen e. V.“ mit Start und Zieleinlauf der Gespanne in der Herrenleite und einem gleichzeitigen Fahrbetrieb auf der Feldbahnanlage am ersten Advent-Wochenende ihren Abschluss.

Für die Vereinsmitglieder werden die wöchentlichen Arbeitseinsätze an den traditionellen Sonnabenden sowie Mittwochnachmittagen und -abenden auch über die Wintermonate reichlich Betätigung bringen. Das Jahr 2017 wird für die Feldbahner mit dem Einsatz der transportablen Feldbahnanlage beim Dresdner Dampfl oktreff en Anfang April beginnen. Traditionell beteiligt sich der Verein am 22./23. April an den Bahnerlebnistagen in der Sächsischen Schweiz. Zur großen Pfi ngstausstellung soll es dann nach sechsjähriger Pause ein Wiedersehen mit der Krauss-Lok 7790 von Werners Gartenbahn aus Löbau im Feldbahnmuseum geben.
Michael Lenk

Interessenverband der Zittauer Schmalspurbahnen e. V. (IVZ)

Am Kasten des zweiachsigen Postwagens 1717 erneuerte eine Fachfirma im Oktober Teile der Innenwandverkleidung. Vereinsmitglieder arbeiteten parallel die Oberlichtfenster auf und entfernten alte Farbschichten aus der Gartenlaubenzeit des Wagens. In Vorbereitung des angestrebten Wiederaufachsens stellten sie u. a. die Achslagerführungen her und montierten sie an den Einachsdrehgestellen. Außerdem gossen sie die vier Achslagerschalen aus und bearbeiteten sie anschließend. Von der SOEG erhielt der Verein vier Blattfedern für diesen Zweiachser.

Der im Eigentum des Interessenverbandes befi ndliche vierachsige Gepäckwagen 974-112, der planmäßig im Sachsen-Zug läuft, erhält derzeit in der Wagenwerkstatt der SOEG eine Hauptuntersuchung. An der Diesellok T36.002 vom tschechischen Partnerverein aus Friedland wurden bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz der Tank, der Sandkasten und neue Teile der Vorbauverkleidung angebaut. Zuvor waren die Achsen und Kuppelzapfen der Lok vom Typ HF130C mit Ultraschall geprüft worden. Am 24. Dezember verkehrt in diesem Jahr wieder ein durch den Interessenverband betreuter Weihnachtsmann-Zug nach Jonsdorf. Abfahrt in Zittau ist 9.35 Uhr. Für das leibliche Wohl der Fahrgäste wird dabei gesorgt sein.
Torsten Bartsch

IG Hirzbergbahn e. V.

Am 3. August 2016 hat der meterspurige Gelenktriebwagen 528 (Düwag 1962, ZR-GT6, ex Thüringerwald- und Straßenbahn Gotha, werksneu Bogestra Bochum) das Freigelände der IG Hirzbergbahn e. V. (IGHB) in Georgenthal verlassen. Ein Privatmann aus Hessen hat den Straßenbahnwagen an diesem Tag nach Pfungstadt bringen lassen. Was der neue Eigentümer mit dem Fahrzeug genau plant, ist nicht bekannt.

Beim zweiachsigen Sitzwagen 901-252 (ex GMWE Nr. 6, Gera-Pforten – Wuitz-Mumsdorf) begann im Sommer auf dem Gelände der Bahnwerkstatt Georgenthal der Innenausbau. Dazu entfernten die Vereinsmitglieder die Wagendecke von alten Farbschichten und vervollständigten die hölzerne Innenverkleidung, wo diese während der Nutzung als Lagerschuppen entfernt worden war oder erneuert werden musste. Dazu fertigte ein Vereinsmitglied neue Wartungsklappen, die unter den Fensterbänken vor allem zur Kontrolle der Wasserabläufe dienen. Außerdem hat der Neubau der fehlenden Bremsteile begonnen.
Den Kasten des zweiachsigen gedeckten Güterwagens 99-61-04 (ex Gera-Pforten – Wuitz-Mumsdorf) bugsierte die Firma Herzog-Bau im Oktober von seinem bisherigem Abstellort im Freigelände der Bahnwerkstatt vor die Halleneinfahrten. Am ersten Novemberwochenende setzten die Vereinsmitglieder den Kasten auf Behelfsachsen und schoben ihn danach ins Trockene. Nun wettergeschützt untergebracht, kann er in den nächsten Monaten auf seine Aufarbeitung vorbereitet werden.

Das Hochregal im Freigelände hinter der Bahnwerkstatt erhielt im Herbst ein Dach.
Die Modellbahnfreunde der IGHB arbeiteten in den vergangenen Monaten in Georgenthal weiter an der vereinseigenen Spur0-Anlage. So verlegten sie ein zweites Gleis und trieben die Landschaftsgestaltung voran. Die neuen Segmente waren ein wichtiger Teil der Modellbahnausstellung in Emleben am 29./30. Oktober. An diesem Wochenende pendelte der Triebwagen 772 345 der Erfurter Bahnservice GmbH als Zubringer zwischen Gotha und Emleben. Seinen Einsatz wickelte die IGHB mit ihren Betriebseisenbahnern in Eigenregie ab.

Zuwachs erhielt in den vergangenen Monaten auch die Regelspurfahrzeugsammlung der IGHB. Der Verein übernahm im September vom Verein „Steinhuder Meer-Bahn e. V.“ (StMB) den regelspurigen Triebwagen T 101. Dabei handelt es sich um den 1934 unter der Fabriknummer 26052 von der Waggonfabrik Gotha AG gebauten zweiachsigen dieselmechanischen Triebwagen, der am 13. Mai 1935 zwischen Bremervörde und Oerel seine Probefahrt absolviert hatte und anschließend von der Kleinbahn Bremervörde-Osterholz (KBO) als T 1 in Dienst gestellt worden war. Dieser Betrieb firmierte ab 1942 unter der neuen Firmenbezeichnung Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn (BOE). Ab 1949 führte die BOE den Zweiachser als T 101. In den Jahren 1955/56 ließ die BOE den ab Werk sehr kurzen und dadurch nur über wenige Sitzplätze verfügenden Triebwagen umbauen. Dabei wurde das Fahrzeug deutlich verlängert, wobei es auch neue Stirnfronten erhielt.

Drei Jahre später gelangte der T 101 im Jahr 1959 von der BOE zur Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn, einem lediglich 5,32 km langen Eisenbahnbetrieb nördlich von Osnabrück, ebenfalls in Niedersachsen gelegen. Nach Aufgabe des Personenverkehrs wechselte der Triebwagen nach drei Einsatzjahren von dort auf Vermittlung der Bentheimer Eisenbahn (BE) zur Ahaus-Enscheder Eisenbahn (AEE) im westlichen Münsterland, wo das Fahrzeug nach einer Aufarbeitung in der BE-Werkstatt Neuenhaus von 1963 bis zur Einstellung des Personenverkehrs 1966 als T 10 zum Einsatz kam. Im Jahr 1967 übernahm ein niederländischer Eisenbahnfreund den Triebwagen zum Schrottpreis, übereignete ihn aber später der Stiftung „Museum Spuurtspoorweg“ in Enschede. Von 1972 bis 1986 kam das in Gotha gebaute Fahrzeug als M21 auf der niederländischen Museumsbahn Haaksbergen – Boeckelo (MBS) zum Einsatz. Ende Januar 1998 übernahmen die südlich von Bremen aktiven Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde e. V. (DHEF) den Triebwagen. Diese gaben ihn im September 2004 an den Steinhuder Meer-Bahn-Verein nach Wunstorf ab. Da auch dort eine Aufarbeitung langfristig nicht möglich war, stand das Fahrzeug mehrere Jahre zum Verkauf.

In dieser Zeit wurde die IGHB auf den in Gotha gebauten Zweiachser aufmerksam. Nachdem der Verein in Niedersachsen in diesem Sommer den Preis reduziert hatte, entschloss sich der Vorstand der IG Hirzbergbahn e. V. kurzerhand zum Kauf des Fahrzeuges. Am 19. September 2016 traf der T 101 in Gotha ein – siehe auch PK 152 Seite 37. Am 17. Oktober besichtigte Gothas Oberbürgermeister den Neuzugang und bot an, den Kontakt zu Bildungsträgern zu vermitteln, bei welchen das Fahrzeug schrittweise aufgearbeitet werden könnte. Nach einer Wiederinbetriebnahme wären damit regelmäßige Sonderfahrten zum Beispiel auf der Ohratalbahn von Gotha über Emleben und Geogenthal in Richtung Ohrdruf und Gräfenroda vorstellbar.
Thomas Becher/André Marks

Mansfelder Bergwerksbahn e. V.

Am ersten Oktoberwochenende 2016 feierte der Verein Mansfelder Bergwerksbahn e.V. (MBB) sein 25-jähriges Bestehen. Über die aus diesem Anlass verkehrenden Sonderzüge berichtete PK152. Keine Erwähnung fand darin die am 30. September erfolgte feierliche Inbetriebnahme des vierachsigen Personenwagens 0052. Dabei handelt es sich um ein im Jahr 1901 in Breslau gebautes Originalfahrzeug der Mansfelder Bergwerksbahn. Nach mehr als 60 Einsatzjahren musterte das MansfeldKombinat diesen Wagen aus und gab ihn 1965 gemeinsam mit dem 1941 in Ammendorf bei Halle gebauten Schwesterwagen 0067 an die Gemeinde Helbra ab. Diese stellte die Kästen beider Fahrzeuge am Pfarrholz neben einer Freilichtbühne als Garderobenräume auf. Im Sommer 2007 barg der MBB-Verein beide Wagenkästen. Ihre betriebsfähige Aufarbeitung sollte ursprünglich der Brücke e. V. in Blankenburg (Harz) ausführen, letztendlich kamen die dort angearbeiteten Kästen jedoch unfertig am 27. April 2013 ins Mansfelder Land zurück.

Ein Jahr darauf brachte der MBB den Kasten des 0052 zur Tischlerei Hübner ins erzgebirgische Zwönitz. Hier entstanden in den folgenden Jahren alle verschlissenen Holzteile neu. Anschließend kam der Aufbau am 5. September 2015 von Zwönitz nach Ostritz bei Zittau. Beschäftigte der dort ansässigen Firma BMS Stahlbau GmbH komplettierten den Rahmen des Wagens und arbeiteten ihn betriebsfähig auf. Am 15. Juli 2016 traf der Wagen 0052 aus Ostritz in Benndorf ein. Hier vervollständigten die Mitglieder des MBB den Vierachser, Schwerpunkt waren der Einbau der elektrischen Anlage und Probefahrten. Am 30. September nahm der Verein den Wagen zur Eröffnung seiner Jubelfeier „25 Jahre Mansfelder Bergwerksbahnverein“ offiziell in Betrieb. Bei seinem anschließenden ersten Fahrgastbetrieb bewährte sich der Vierachser, es traten keine technischen Probleme auf. Mit den Wagen 0052, 0056 (beide Breslau 1901) sowie 0075 (LOWA Gotha 1951) stehen dem MBB nun drei einst von der Mansfeld AG werksneu beschaffte Originalwagen mit geschlossenen Einstiegsbereichen zur Verfügung.

Ergänzt werden diese von aus Sachsen stammenden vierachsigen Personenwagen mit off enen Plattformen. Der Wagen 0067 befi ndet sich noch in Ostritz. Mit seiner Rückkehr nach Benndorf wird nicht vor Sommer 2017 gerechnet. Die ersten öff entlichen Fahrten 2017 fi nden bei der Bergwerksbahn am 4. Februar statt. Dann lädt der Verein zum Winter- und Faschingsdampf ein. Am 11. März folgen Frau entagsfahrten und abends eine Sonderfahrt zur „Kupperwormjagd“. Zur offi ziellen Saisoneröff nung mit Infozug und Bahndammwanderung lädt der MBB am 8. April nach Benndorf ein. Dem schließen sich der Osterdampf am 15. April sowie am 30. April das Kirschblütenfest und abends die Walpurgisfahrt an. Die letzte reguläre Fahrt im ersten Halbjahr 2017 fi ndet am 25. Mai anlässlich des Feiertages Christi Himmelfahrt statt. Angaben zu allen genannten Fahrten gibt es auf den Webseiten des Vereins unter www. bergwerksbahn.de.
AM

Traditionsverein Kleinbahn des Kreises Jerichow I e. V. (KJI-Verein)

Im Rahmen ihrer Ausbildung absolvierten Azubis der DB-Bahnbaugruppe aus Königsborn und von DB Netz in den ersten beiden Novemberwochen einen Arbeitseinsatz in Magdeburgerforth. Dabei stellten sie den Gleisanschluss zur neuen Abstellhalle her. Dazu spurten sie eine der von der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli GmbH übernommenen 900-mmWeichen auf 750 mm Spurweite um und bauten diese anschließend mit ein. Eine zweite umgespurte Weiche bereiteten die Auszubildenden soweit vor, dass sie durch Mitglieder des Traditionsvereins eingebaut werden kann. Mit ihr soll die längst fällige Umfahrung von Gleis 1 über Gleis 2 möglich werden.
AM

Pollo-Verein (Prignitzer Kleinbahnmuseum)

Vom 28. bis zum 31. Oktober kam anlässlich der Herbstdampffahrten beim Pollo nochmals die von der IG Preßnitztalbahn e. V. geliehene Dampflok 99 4511 in der Prignitz zum Einsatz. Am 28. Oktober fand dabei ein Fototag für Filmer und Fotografen statt, bei dem auch zahlreiche Güterwagen zum Einsatz gekommen sind. Anfang November kehrte die dreiachsige Dampflok dann nach Jöhstadt zurück.

In der Woche vor dem Herbstdampf haben die Vereinsmitglieder über 130 Schwellen gewechselt, am 5./6. November weitere 40.
Seit dem 29. Oktober steht die vereinseigene Diesellok Kö 6401 vom Typ Ns3 wieder auf ihren Radsätzen. Ende November befand sich die Getriebeölpumpe zur Aufarbeitung. In den nächsten Monaten soll die Lok Stück für Stück vervollständigt werden, um ab Frühjahr 2017 wieder einsatzbereit zu sein.

Parallel laufen die Arbeiten zur Reaktivierung des als Kasten geborgenen zweiachsigen Gepäckwagens 975-303 weiter. Mitte November verschraubten die Vereinsmitglieder den neu angefertigten Dachrahmen auf den Profilen der Seitenwände. Als nächstes werden die Seitenbretter montiert sowie das Dach gedeckt, außerdem laufen Schweiß- und Farbarbeiten am Rahmen. Bis Ende Dezember 2016 soll der Wagen aufgeachst sein.
Am 5. November haben die aktiven Pollo-Freunde den Rahmen des vierachsigen Post-/Gepäckwagens 976-101 in Lindenberg sandgestrahlt und grundiert. Anfang 2017 soll der Rahmen nach Mesendorf überführt werden, um dort die Bremsanlage (Druckluftbemse sowie Görlitzer Gewichtsbremse) einzubauen, die Wagenkastenstützen sowie Trittbretthalter zu montieren und die Farbgebung abzuschließen. Anschließend wird der Rahmen auf Hilfsdrehgestelle gesetzt. Dabei handelt es sich um Eigenbauten des Fördervereins zur Erhaltung der RüKB e. V. aus der Zeit nach 2000, auf denen der Sitzwagen 970-812 bis zu seiner betriebsfähigen Aufarbeitung stand. Im zweiten Quartal 2017 wird der im erzgebirgischen Zwönitz neu gebaute Wagenkasten in der Prignitz erwartet und mit dem Rahmen vereinigt. Danach beginnen das Zuschneiden der Blechverkleidung, deren Montage an den Vierachser sowie der Innenausbau des Kastens. Ermöglicht wir der Neuaufbau dieses Wagens durch Lotto-Gelder des Landes Brandenburg sowie durch mehrere großzügige Spenden eines Pollo-Freundes.

Der zweiachsige Stückgutwagen 97-51-76 erhält derzeit neue Seitenbretter und es werden die im August neu gebauten Türen eingebaut, seine aufgearbeitete Zug- und Stoßvorrichtung ist bereits wieder montiert. Im Frühjahr 2017 wird der gesamte Holzaufbau noch einmal komplett lackiert, dann steht die Wiederinbetriebnahme des Zweiachsers an. Die Saison 2017 beginnt mit der KnieperFahrt am 18./19. Februar.
Sven Lieberenz/AM

IG Spreewaldbahn e. V.

Die leihweise im Besitz der IG Spreewaldbahn e. V. befi ndliche GmeinderDiesellok kann seit Herbst mit eigener Kraft fahren. Dazu haben Vereinsmitglieder die Kupplung eingestellt. Ab der Saison 2017 kann die Meterspurlok in Straupitz bei kurzen Demonstrationsfahrten erlebt werden. Im Herbst fanden mehrere Arbeitseinsätze am aus dem Harz stammenden „Thekenwagen“ statt (Bautzen 1949, Gattung GGm, neu an NWE, DR 99-71-22). Ab Sommer entrosteten, grundierten und lackierten Vereinsmitglieder den sichtbaren Rahmenbereich inklusive der Zug- und Stoßeinrichtungen. Parallel begann das Verkleiden der Wagenaußenwände mit 21 mm starken Douglasienbrettern. Im Jahr 2017 soll vor allem am SKL-Beiwagen aus dem Harz gearbeitet werden. Nach seiner Fertigstellung beginnt die betriebsfähige Aufarbeitung des SKL.
PM/AM


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