VSE-Nachrichten

Eisenbahnmuseum Schwarzenberg

Seit vielen Jahren hat der Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde e. V. (VSE) das Eisenbahnmuseum Schwarzenberg an fast allen Tagen des Jahres geöffnet. Der Verein sieht sich damit als wichtigen Bestandteil des touristischen Angebotes der Stadt Schwarzenberg. Die Absicherung dieser sehr umfangreichen Öffnungszeiten erfolgen Montag bis Freitag in der Regel durch die Tätigkeit unseres hauptamtlich Beschäftigten, Michael Baumann, sowie einiger Minijobber. Einen gewichtigen Anteil an der Finanzierung des hauptamtlichen Arbeitsplatzes leistet die Stadt Schwarzenberg durch ihren Personalkostenzuschuss, für den an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Die Wochenendöffnungen stellten im Wesentlichen einige Vereinsmitglieder aus der Region in ihrer Freizeit ehrenamtlich sicher. Da aber die meisten aktiven Vereinsfreunde nicht im Umfeld von Schwarzenberg wohnen, war das schon immer schwierig. Eine Ausweitung von Minijobs zur Absicherung der Öffnungszeiten schließt sich leider aus, da die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohnes für den Verein eine große Belastung darstellt.

Ab 2017 müssen hier wegen der Mindestlohnerhöhung noch die Wochenstundenzahlen verringert werden. Außerdem ist kaum noch geeignetes Personal für solche Tätigkeiten zu finden. Der bisher fast alle Wochenend-Museumsdienste sicherstellende Vereinsfreund HansPeter Doering ist nun seit Anfang Oktober erkrankt und wird dafür voraussichtlich längerfristig nicht zur Verfügung stehen. Nach Abwägung aller Möglichkeiten hat sich der Vorstand deshalb entschlossen, die Öff nungszeiten des Museums bis auf weiteres wie folgt einzuschränken: Montag bis Freitag: 10 bis 14 Uhr Samstag (April bis Oktober): 10 bis 17 Uhr Samstag (Nov. bis 3. Adventswochenende): 10 bis 14 Uhr Samstag (4. Adventswochenende bis März): geschlossen Sonntag: geschlossen Sonntag (an den Fahrttagen der EAB): 10 bis 17 Uhr 24. Dezember bis 1. Januar: geschlossen - Eintrittspreise (gültig ab 1.1.2017): Erwachsene: 4,– € Kinder (4–14 Jahre)/VSE-Mitglieder 2,– € Familien (2 Erwachsene + 2 Kinder): 10,– €

Damit dürfte ein gangbarer Weg gefunden sein, insbesondere soll mit der weiterhin bestehenden Montagsöff nung auch den Gästen an diesem Tag ein Museumsbesuch ermöglicht werden, an dem in der Regel alle anderen derartigen Einrichtungen geschlossen sind. Sollten Gruppen in angemessener Größe an einem Schließtag einen Besuch anfragen, so versuchen wir selbstverständlich, einen Museumsbesuch zu ermöglichen. Ungebetene Gäste haben den im Beschriftungszustand von 1946 aufgearbeiteten Güter wagen der Gattung OOt großfl ächig mit Graffi ti versehen. Die Bundespolizei hat den Schaden erfasst und ordnet die verwendete Symbolik einem den Ermittlern bekannten Sprayer zu. Eine Strafverfolgung ohne Stellen auf frischer Tat sei aus Erfahrung der Polizei allerdings fast nicht möglich.
TSD/ASS

Erzgebirgische Aussichtsbahn

Für Ines Reimann war der 2. Oktober 2016 ein besonders aufregender Tag: Die junge Frau aus Wolfenbüttel in Niedersachsen, die mit Sohnemann Iven eine Mutter-Kind-Kur in Grünhain-Beierfeld absolvierte, nutzte den Sonntag für eine Fahrt mit der Erzgebirgischen Aussichtsbahn (EAB) von Schwarzenberg zum Bauernmarkt nach Annaberg-Buchholz. Vor der Abfahrt wartete eine Überraschung auf sie. Am Bahnhof Schwarzenberg begrüßten sie Stefanie Lorenz, Projektmanagerin der EAB, und Hans-Peter Doering, stellvertretender Vorsitzender des VSE, als 40 000. Fahrgast der EAB seit der Betriebsaufnahme im Jahre 2009. Aus diesem Anlass erhielt Ines Reimann ein kleines Präsent. Mit Volldampf und bei schönem Herbstwetter ging es sowohl am 1. als auch am 2. Oktober auf die Reise nach Annaberg-Buchholz, wo der traditionelle Annaberger Bauernmarkt mit seiner Vielfalt an regionalen Produkten sowie ländlichem Handwerk und Livemusik zum Verweilen einlud.

Am Museumsbahnhof Schlettau gab es am Wochenende ebenfalls Grund zum Feiern: Im Rahmen des dortigen Bahnhofsfestes verlieh die DAMPFBAHNROUTE Sachsen dem Eisenbahnverein Bahnhof Schlettau e. V. als Partner der Route ein Stationsschild. Dass die Erzgebirgische Aussichtsbahn mittlerweile auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, wurde durch eine englischsprachige Reisegruppe deutlich. Extra aus Wales und England angereist, erfreuten sich die Eisenbahnliebhaber an der Fahrt im VSE-Museumszug, der von der Dampfl ok 50 3616-5 durch das herbstliche Erzgebirge gezogen wurde.

Ein ganz besonderes Fahrtangebot der Erzgebirgischen Aussichtsbahn wartet in diesem Jahr noch. Erstmals heißt es im Dezember: „Einsteigen, bitte!“ Die weihnachtliche Stimmung im Erzgebirge sowie einmalige Ausblicke auf die bezaubernde Winterlandschaft können am 28. Dezember 2016 zum Jahresausklang bei einer Licht’lfahrt aus einem Triebwagen der Erzgebirgsbahn genossen werden. Auch die Planungen für das Fahrtjahr 2017 laufen auf Hochtouren. Das Faltblatt mit Terminen und Höhepunkten ist seit Kurzem erhältlich, erstmals auch in tschechischer Sprache.
SLA

Messe „modell–hobby–spiel“ Leipzig

Vom 30. September bis zum 3. Oktober nahm der VSE traditionell mit einem eigenen Infostand an der Messe „modell–hobby–spiel“ in Leipzig teil. Entgegen den ursprünglichen Planungen entschied der Vorstand, kein Originalfahrzeug auf der Messe zu präsentieren. Aus Kostengründen kam damit das 1:1-Schienentrabi-Modell zum Einsatz. Bedingt durch die vielen Fahrtage im Sommerhalbjahr war die Aufarbeitung des Kl-Beiwagens in Rochlitz nicht wie erwartet vorangeschritten, so dass auch seine Präsentation nicht in Betracht kam. Was nun mit der zu viel bestellten Ausstellungsfl äche tun? So manches Problem löst sich manchmal von ganz allein: Vor der Messe erreichte den VSE ein Anruf vom Vorsitzenden des Vereins „Eisenbahnmuseum Bayerischer Bahnhof zu Leipzig e. V.“ aus Plagwitz. Der Einsatz ihrer Dampflok auf der Anschlussbahn der Messe könne nicht mehr erfolgen, womit dem Leipziger Verein eine Präsentationsmöglichkeit fehlte. Durch das Aufteilen der VSEStandfläche war das Platzproblem rasch geklärt. Der diesjährige Standort in der Messehalle lag an keinem Hauptgang. Dadurch erreichte die Menge der ausgegebenen Faltblätter die in den vergangenen Jahren verteilte Anzahl nicht einmal annähernd. Nichtsdestotrotz gab es auch 2016 wieder intensive Gespräche mit dem interessierten Publikum. Einziger Wermutstropfen war erneut die geringe Resonanz von Vereinsfreunden bei der Bereitschaft zur Mitarbeit am Messeauftritt. Deshalb sei denen ganz herzlich gedankt, die zum Gelingen der Präsentation beigetragen haben.
TTE

Altenburger Bier-Express

Am 22. Oktober 2016 schickten die Mitglieder des VSE ihren Museumszug auf die Reise nach Nordostthüringen. Die vereinseigene Dampflok 50 3616-5 zog die historischen Wagen von Schwarzenberg über Aue und Zwickau nach Altenburg. Weit über 300 Gäste folgten der Einladung und so war der Zug bereits Tage vorher restlos ausverkauft. Die Skatstadt Altenburg stand jedoch nicht unmittelbar aufgrund dieses beliebten Kartenspieles auf dem Programm, vielmehr versteht man sich hier auch sehr gut auf die Kunst des Bierbrauens. In mehrere Gruppen aufgeteilt, besichtigten die Fahrgäste die Altenburger Brauerei und erfuhren dabei viel Wissenswertes über die Herstellung des Gerstensaftes sowie die Brautradition in der Stadt. Im Anschluss konnten sie bei „Bier satt“ neben einem kleinen Imbiss auch den am Ort gebrauten Gerstensaft ausgiebig verkosten. Dazu unterhielt eine Blaskapelle die Gäste. Viel zu kurz schien dem einen oder anderen die Zeit, als die Vereinsmitglieder nach mehr als drei Stunden zum Aufbruch mahnten, denn auch für einen Museumszug ist der Fahrplan Gesetz. Pünktlich brachte der Zug die Gäste in die Ausgangsorte zurück. Für den 19. November 2016 war eine weitere Entdeckungsreise geplant. Von Schwarzenberg aus sollte dem Deutschen Dampflokomotiv-Museum (DDM) ein Besuch abgestattet werden. Allerdings fand die Fahrt nur ein geringes Echo, so dass sie der VSE absagte.

Zwischenstand Aufarbeitung E5-Wagen

Die Aufarbeitung des vierachsigen Mitteleinstiegwagens des Typs E5 ist zwischenzeitlich weiter fortgeschritten. Die Arbeiten am Wagenkasten sowie an der Zug- und Stoßeinrichtungen sind abgeschlossen. Die Gummiwülste wurden erneuert und weite Teile der Dampfheizung nebst Reglereingängen saniert. Aktuell wird in Delitzsch vor allem an den Drehgestellen gearbeitet. Es ist geplant, dass der Wagen 57 50 29-14 139-8 ab Ostern 2017 wieder zum Einsatz kommt.
RRR

Muldentalgruppe

Nach Ende der Fahrtsaison gönnte sich die Arbeitsgruppe Muldental eine Pause, um mit Beginn der kalten Jahreszeit erneut der im vergangenen Jahr gewachsenen Vegetation auf und an den Bahnanlagen zu Leibe zu rücken. Schwerpunkte sind in diesem Jahr die Stützmauern sowie die Widerlager der auf der Strecke zahlreich vorhandenen Brücken. Die Muldentalbahn ist im Abschnitt zwischen Rochlitz und Penig aufwändig trassiert, so dass sich diese Arbeiten manchmal etwas schwierig gestalten und ohne spezielle Ausrüstung gefährlich werden.

Am Kl 2001 sind in diesem Winterhalbjahr eine ganze Reihe von Abnutzungsschäden zu beheben, so zum Beispiel der Anbau neuer Türverkleidungen, da Regenwasser die alten in Mitleidenschaft gezogen hat. Außerdem nah men die Aktiven der Arbeitsgruppe die Arbeiten am Skl-Beiwagen 4153 wieder auf. Im Vordergrund steht der Einbau der drei Seitenfenster. Je nach Stellfl äche im Rochlitzer Lokschuppen fi nden dazu kurzfristig Arbeitseinsätze statt. Damit der Skl-Beiwagen nach der Aufarbeitung langfristig nicht Wind und Wetter ausgesetzt ist, wird derzeit eine überdachte Abstellfl äche geplant.
TTE


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