VSE-Nachrichten

VSE-Museumszug: letzte Sonderfahrt 2016

Am 10. Dezember 2016 sollte die Damp ok 50 3616-5 zum letzten Mal im alten Jahr mit dem VSE-Museumszug auf die Reise gehen. Die Vereinsmitglieder luden zu den traditionellen Nikolaus- und Lichterfahrten ein – und viele große und kleine Fahrgäste hatten sich angekündigt.

Groß war deshalb der Schreck bei den Organisatoren, als am Sonnabendvormittag die Mitteilung eintraf, dass der Leipziger Museumszug aufgrund einer Streckensperrung nicht rechtzeitig in Schwarzenberg eintreffen würde. Zwei Wagen dieses Zuges sollten den VSE-Zug verstärken, um weiteren 120 Fahrgästen die Mitfahrt im mittäglichen Nikolauszug nach Schlettau zu ermöglichen. Nach vielen Telefonaten und gefühlt unzähligen bangen Minuten war dann jedoch klar, dass der VSE Unterstützung eines anderen befreundeten Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVU) erhalten wird, dessen Sonderzugankunft kurz hinter der geplanten des Leipziger Zuges lag.

So waren dann doch noch rechtzeitig zwei Verstärkungswagen angekuppelt und die Nikolausfahrt begann pünktlich. Über den bekannten Viadukt in Markersbach ging die Reise zum „heimlichen Hauptbahnhof“ der Erzgebirgsbahn nach Schlettau und wieder zurück. Nach der Bergparade machte sich der VSE-Museumszug erneut auf die Reise in das obere Erzgebirge. Besonders diese abendliche Lichterfahrt hinterlässt in jedem Jahr einen wundervollen Eindruck vom festlich erleuchteten Weihnachtsland. Die Ausblicke aus den Wagenfenstern gleichen einem Blick auf die bekannten Weihnachtsberge.

Die Mitglieder des Eisenbahnvereins Bahnhof Schlettau e. V. empfingen die Gäste der Sonderzüge in bekannt herzlicher Weise mit einem weihnachtlichen Programm sowie Bratwurst und Glühwein. Die in den Zügen mitreisenden Weihnachtsmänner, -frauen und -wichtel hatten alle Hände voll zu tun, um den kleinen Gästen nach einem Lied oder Gedicht eine süße Überraschung zu überreichen. Viel Arbeit gab es auch für die auf dem museumseigenen Stellwerk 3 diensttuenden Vereinsmitglieder.

Weihnachtsmarkt und Bergparade lockten wieder mehrere Sonderzüge in die „Perle des Erzgebirges“. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Erzgebirgsbahn sorgten hier die Vereinsmitglieder für einen reibungslosen Betriebsablauf. Mehrere Sonderzugbetreiber nutzten die Anschlussbahn des Museums zur Abstellung und Restaurierung ihrer Fahrzeuge bis zur Rückfahrt.

Ein glückliches Ende nahm auch die Fahrt des Leipziger Sonderzuges: Mit mehr als einer Stunde Verspätung setzten die Kollegen ihre Fahrt fort und die Gäste aus der Messestadt erreichten Schwarzenberg noch vor Beginn der Bergparade. Nach den vorweihnachtlichen Fahrten legte die vereinseigene Dampflok 50 3616-5 eine Winterpause ein.
TSD

Jahresausklang Erzgebirgische Aussichtsbahn

Stimmungsvoller konnte die Fahrsaison 2016 der Erzgebirgischen Aussichtsbahn nicht ausklingen. Zur schönsten Zeit des Jahres luden die Organisatoren der EAB zu einer ganz besonderen Fahrt im modernen Triebwagen der Erzgebirgsbahn ein. Erstmals hieß es im Dezember „Einsteigen, bitte!“, zur Licht’lfahrt auf der Strecke zwischen Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz. Bereits im Vorfeld waren für beide Fahrten am 28. Dezember alle verfügbaren Fahrkarten innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Über 200 Fahrgäste aus Nah und Fern erlebten den Charme des Weihnachtslandes Erzgebirge aus neuen Perspektiven und genossen aus den großen Fenstern der Erzgebirgsbahn Panoramablicke über die im warmen Lichterglanz erstrahlende Region.

Ein einzigartiges Erlebnis bot dabei der Halt des Triebwagens auf dem Eisenbahnviadukt in Markersbach mit Ausblicken in Richtung Westerzgebirge. Die Begeisterung war groß, als der Zug inmitten von leuchtenden Fackeln auf dem Viadukt zum Stehen kam. Für diese Überraschung sorgten die Mitarbeiter der Erzgebirgsbahn, die darüber hinaus an diesem Fahrtag die kulinarische Betreuung der Fahrgäste übernahmen. Den erlebnisreichen Tag rundete ein 30-minütiger Halt am Museumsbahnhof Schlettau ab, der wie an allen EAB-Fahrtagen seine Türen geöffnet hatte. In gemütlicher Atmosphäre versorgte der Eisenbahnverein Bahnhof Schlettau e. V. die Gäste mit Glühwein und Bratwurst.

Auf der abendlichen Runde waren neben Vertretern der Anliegergemeinden auch einige geladene Gäste im Zug. Gespräche ergaben sich dabei wie von selbst. Wer in diesem Jahr nicht die Möglichkeit hatte, das weihnachtliche Erzgebirge mit der EAB zu erkunden, hat am 28. Dezember 2017 wieder die Gelegenheit dazu. Der Vorverkauf hierfür beginnt in Kürze. Alle weiteren Fahrtermine für 2017 und die Vorverkaufsstellen sind unter www.erzgebirgische-aussichtsbahn. de zu finden.
SLA/ASS

Marketing

Nachdem der VSE seine Teilnahme am Schwarzenberger Stand bei der „Tourismus & Caravaning“ in Leipzig krankheitsbedingt absagen musste, laufen die Messeauftritte derzeit auf Hochtouren. Erstmals nahm der VSE an der Rochlitzer Schlossweihnacht im Dezember teil. Als Mitglied des Tourismusverbandes Erzgebirge beteiligte sich der VSE am Gemeinschaftsstand des TVE auf der „Reisen & Caravaning 2017“ in Chemnitz und der „Reisemesse Dresden“.

Auf der Messe „Reise & Freizeit“ in Zwickau präsentierte sich in diesem Jahr neben VSE und Erzgebirgischer Aussichtsbahn erstmals auch die Stadt Schwarzenberg mit ihrem vielseitigen touristischen Angebot am gemeinsamen Stand vom 13. bis 15. Januar 2017. Für den erkrankten Hans-Peter Doering übernahm Martina Haas hier neben der Verantwortung auch die Standbetreuung. Beste Genesungswünsche von dieser Stelle an Hans- Peter Doering.
TSD

Muldentalgruppe

Auf Einladung der Schlossgesellschaft Rochlitz e. V. beteiligte sich die Arbeitsgruppe Muldental des VSE an der ersten Schlossweihnacht in Rochlitz am 11. Dezember 2016. Das ungewöhnlichste Ausstellungsstück war das Styropormodell des Schienentrabis im Maßstab 1:1. Die Anlieferung des Modells von seinem derzeitigen Abstellort in Wechselburg erfolgte übrigens standesgemäß auf dem Schienenwege. Mit gut 3000 Besuchern waren neben den VSE-Mitgliedern auch die Veranstalter in Rochlitz mit der Resonanz überaus zufrieden.

Den für die zweite Januarhälfte geplanten Freischnitt an der Strecke verhinderte bisher der Wintereinbruch.

Einen Rückschlag erlitten die Mitglieder der Arbeitsgruppe bei ihren Bemühungen um den Erhalt der Muldentalbahn. Am 15. Januar meldeten Lunzenauer Anwohner eine offene Tür am Schalthaus einer Schrankenanlage. Es stellte sich heraus, dass an insgesamt drei Bahnübergängen in Lunzenau sowie in Göhren die Türen aufgebrochen und die elektrischen Anlagen gestohlen worden sind. Alle ankommenden Kabel sind dort auf Fußbodenniveau abgeschnitten. Eine schnelle Reparatur ist nicht möglich, da keine Ersatzteile zur Verfügung stehen.
TTE


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